Knapp 0,8 Millionen Euro an Zuschüssen schüttete das Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken (ALE) im vergangenen Jahr an Kommunen im Landkreis Kulmbach aus. Dies geht aus den kürzlich veröffentlichten und von Amtsleiter Anton Hepple vorgestellten Landkreisinformationen hervor, die einen Überblick über die Aktivitäten des Amtes im Jahr 2016 geben.

Im Landkreis Kulmbach werden aktuell in 22 Ortschaften Dorferneuerungen vom Amt betreut. Damit profitieren etwa 6400 Landkreisbürger von diesem Instrument der ländlichen Entwicklung.

Größere Planungs- und Baumaßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung sind im vergangenen Jahr in Lindau (Gemeinde Trebgast) an der Festscheune sowie dem Fußweg zwischen den Dorfplätzen und dem Sportgelände erfolgt. In Neufang (Markt Wirsberg) konnte der Ausbau der Ortsstraße fertiggestellt werden.

Die Gemeinde Himmelkron gestaltete den Festplatz in der Dorfmitte neu und weihte den Platz dann auch gleich ein. Umfangreichere Planungen wurden im Rahmen der Dorferneuerung Alladorf (Markt Thurnau) für ein Dorfgemeinschaftshaus, die Sanierung der "Wirtsbrücke" und die Neugestaltung der Randbereiche in der Ortsdurchfahrt durchgeführt.


Pilotprojekt für Feldlerchen

Aber auch bei der Flurneuordnung hat sich im vergangenen Jahr etwas getan. In Waldau (Gemeinde Neudrossenfeld) konnte im Herbst mit den nach der Neuverteilung der Grundstücke notwendigen Restbaumaßnahmen an Wegen und im Bereich der Landschaftspflege begonnen werden. In Zultenberg (Markt Kasendorf) dagegen konnten diese Restbaumaßnahmen bereits abgeschlossen werden. Sie kosteten dort rund 440 000 Euro.
Ein Pilotprojekt findet für Feldlerchen statt: Mittels eigens geschaffener Grünstreifen sowie bewusst angelegter Saatlücken mitten in Äckern wird versucht, die Lebensbedingungen für den Bodenbrüter zu verbessern. Im Rahmen der Flurneuordnung Himmelkron wurden Teilstücke der Verbindungsstraßen nach Streit und Wirsberg erneuert und die Planungen für die Erneuerung weiterer Wege verfolgt.

Für die neun Gemeinden des Landkreises Kulmbach, von Harsdorf bis Grafengehaig, die in der vom ALE betreuten Integrierten Ländlichen Entwicklung "Fränkisches Markgrafen- und Bischofsland" Synergieeffekte in der gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit nutzen wollen, stand im vergangenen Jahr ein Strategieseminar an. Dabei wurden vor allem neue Ideen für die künftige Zusammenarbeit diskutiert.


Individuelle Lösungen

Mit laufenden Projekten der Dorferneuerung und der Flurneuordnung sowie der Kommunalen Allianzen als bewährte und flexible Instrumente unterstützt die Verwaltung für Ländliche Entwicklung die großen Herausforderungen im ländlichen Raum, wie etwa den demografischen Wandel, den anhaltenden Strukturwandel in der Landwirtschaft oder auch die Gestaltung der Energiewende. Gemeinsam mit den Teilnehmergemeinschaften, den Kommunen sowie den Bürgern werden individuelle Lösungen erarbeitet und umgesetzt.