Für den ersten Bauabschnitt, den Anbau nach Süden, hat das Bayerische Kabinett jetzt auf Vorschlag von Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) eine Förderung von 32,15 Millionen Euro beschlossen. Die Gelder werden im Haushalt 2018 eingestellt.

"Wir haben dieser Entscheidung in den letzten Wochen entgegengefiebert. Ich freue mich riesig und bin sehr dankbar, dass die Bayerische Staatsregierung uns jetzt grünes Licht gegeben hat", so OB Henry Schramm (CSU). "Damit können wir eine Baumaßnahem angreifen, die unser kommunales Haus auf ein neues Level heben und spürbare Verbesserungen für Patienten, Mitarbeiter und Besucher mit sich bringen wird", betont der Oberbürgermeister, der gemeinsam mit seinem Kollegen Landrat Klaus Peter Söllner (FW) an der Spitze des Klinikums-Zweckverbandes steht.

Die Überlegungen zu den Erweiterungsmaßnahmen am Klinikum Kulmbach haben sich in den letzten beiden Jahren
äußerst dynamisch entwickelt. Mitte 2014 gab es bereits eine fertige Planung, eine Förderzusage des Freistaates über 16 Millionen Euro lag vor.

Mit Blick auf aktuelle Entwicklungen in der Krankenhauslandschaft wurde diese aber dann noch einmal komplett überarbeitet und ausgeweitet. In drei Bauabschnitten für insgesamt mehr als 120 Millionen Euro sollen jetzt Anbauten nach Süden und Norden in Form einer liegenden Acht entstehen. Ziel: Erhöhung der Bettenkapazitäten, Einführung von 2-Bett-Zimmern und flexiblere Stationsgrößen.

Landrat Söllner betont: "Dadurch werden die Wege für Patienten und Personal kürzer, es bleibt mehr Zeit für Betreuung und Behandlung. Wir verbessern damit die Qualität unserer Behandlung und stellen uns gut für die Zukunft auf."

In die Neuüberlegungen von Anfang an mit eingebunden: Gesundheitsministerin Melanie Huml. "Melanie Huml hat von Anfang an ein offenes Ohr für uns gehabt und uns darin bestärkt, die Planungen noch einmal komplett zu überarbeiten. Sie ist dafür mehrmals nach Kulmbach gekommen und hat sich persönlich mit Anregungen eingebracht", bedankt sich OB Henry Schramm.

Abgeordneter Ludwig Freiherr von Lerchenfeld (CSU), gleichzeitig auch Mitglied des Zweckverbandes, hat die Neuplanungen zu seinem persönlichen Anliegen gemacht. Gemeinsam mit MdL Martin Schöffel (CSU) und der Abgeordneten des Deutschen Bundestages, Emmi Zeulner, hat er für eine Förderung des Projektes geworben. Schramm ist den Abgeordneten sehr dankbar: "Nur durch das großzügige Bereitstellen von Finanzmitteln können wir dieses für die Region enorm wichtige Projekt in Angriff nehmen."

Geschäftsführerin Brigitte Angermann fällt ein Stein vom Herzen: "Wir sind schon voll in den Planungen und können jetzt starten." Schnellstmöglich soll nun die Voraussetzungen für einen baldigen Baubeginn geschaffen werden.