Die Festrede hielt dabei der Vorstand der Schaeffler AG aus Herzogenaurach, Kurt Mirlach, der künftige Landesvorsitzende des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft Bayern zum Thema "Unsere Welt von morgen gestalten". Mirlach sprach von einer Art Vorzeige-Arbeitskreis. Was die Zukunft des Arbeitskreises angeht, da stellte Vorsitzender Clemens Dereschke-witz am Schluss fest: "Die Zukunft hat gestern schon begonnen." Das MGF-Saxophonensemble umrahmte unter der Leitung von Edgar Stübinger den Abend musikalisch.

Landrat Klaus Peter Söllner erinnerte an die Gründung des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft im Jahr 1988 in den Räumen der Handwerkskammer und bezeichnete Dr. Michael Pfitzner als den Motor: "Es war bereits damals das Bestreben der Gründungsmütter und - väter die Schulen und die Wirtschaft der Region in Dialog zu bringen und somit eine Brücke zu schlagen. Taktgeber in dieser Gründungszeit war unser Dr. Michael Pfitzner, der damals frisch von einer Fortbildung aus Oberbayern zurück kam und diese Idee von einem Arbeitskreis im Gepäck hatte."

Der Arbeitskreis im Landkreis Kulmbach wird längst als Musterbeispiel gehandelt und die Ausbildungsmesse ist das Flaggschiff, wie es Landrat Klaus Peter Söllner nannte. Landrat Klaus Peter Söllner bezeichnete Kulmbach als einen hochinteressanten Standort mit tollen Firmen und deshalb müsse man auch alles versuchen, um jede Chance zu nutzen.

Regierungspräsident Wilhelm Wenning bezeichnete den Arbeitskreis Schule-Wirtschaft als den aktivsten im Landkreis: "Er ist nicht nur aktiv, sondern auch innovativ und weit vorausschauend. Heute ist es selbstverständlich, dass Schule und Wirtschaft eng miteinander kooperieren. Alle Schularten haben sich geöffnet und so sind Betriebspraktika feste Bestandteile schulischen Alltags. Die Schnittstelle zwischen Schule und Wirtschaft ist für den Standort Kulmbach, aber auch für ganz Oberfranken von großer Bedeutung. Oberfranken ist eine herausragende Region mit viel herausragenden Unternehmen vor Ort."

Der designierte Landesvorsitzende des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft in Bayern, Kurt Mirlach, begann mit einem Fazit nach 25 Jahren Schule-Wirtschaft Kulmbach: "Sie engagieren sich und ihre gemeinsame Arbeit trägt Früchte. Sie zeigen jungen Menschen, wie sie ihre Potentiale entfalten und ihre Chance nutzen. Genau deshalb ist ihre Arbeit so wertvoll. Sie hat sich mehr als bewährt und wird sich langfristig positive auswirken auf den einzelnen Menschen, auf unsere Gesellschaft und auf Oberfranken als Wirtschaftsstandort."

Der Arbeitskreis beteiligt sich regelmäßig an Wettbewerben und oft gehört er auch zu den Preistägern. Er ist nach den Worten von Kurt Mirlach gut strukturiert, die Aufgaben sind klar verteilt und es passiert eine kluge Netzwerkarbeit: "Alle für das Thema Bildung wichtigen Akteure sitzen an einem Tisch, schulart- und branchenübergreifend."

In Kulmbach lasse sich darüber hinaus ein sehr hohes Engagement der Wirtschaftsseite feststellen und hier werde auch das Prinzip "schulartübergreifende Arbeit" richtig verstanden.

Kurt Mirlach warf auch ein Schlaglicht auf die Herausforderungen der Zukunft und beleuchtete die Handlungsmöglichkeiten des Netzwerkes Schule-Wirtschaft. Bildung ist, egal ob in Schule oder im Unternehmen, immer auf die Zukunft gerichtet und sie ist gleichzeitig die wichtigste Ressource, die man in einem rohstoffarmen Land habe. Mirlach: "Jede Investition in sie, in die Bildung, ist eine Investition in die Zukunft."

Im weiteren Verlauf beschäftigte sich der Vorstand der Schaeffler AG mit fünf ausgewählten Megatrends: Globalisierung, Urbanisierung, Individualisierung, Diversity und auf New Work eingehend, kam Mirlach zum Ergebnis, dass die Arbeitswelt heute kreative, neugierige, flexible und motivierte Menschen braucht: "Erforderlich sind neben dem für die Tätigkeit erforderlichen Fachwissen auch kommunikative, soziale Kompetenz und emotionale Intelligenz sowie die Fähigkeit zur Bewältigung von zunehmender Komplexität und Information."