Steinwiesen
Muttertag

Zu Besuch im Kindergarten in Neufang: Warum Mama die Beste ist

Einmal im Jahr werden die Mütter gefeiert. Im Neufanger Kindergarten haben sich die Kleinen intensiv auf den Tag vorbereitet und erklärt, warum ihre Mama die Beste ist.
"Wen man lieb hat, dem schenkt man ein Herz." Die Kinder aus Neufang  freuen sich auf den Muttertag. Foto: Rebecca Vogt
"Wen man lieb hat, dem schenkt man ein Herz." Die Kinder aus Neufang freuen sich auf den Muttertag. Foto: Rebecca Vogt

"Liebe Mama, lieber Papa, ihr seid mein größter Schatz, ihr habt in meinem Herzen den allergrößten Platz." Die Kinder der Kindertagesstätte St. Laurentius in Neufang haben in den vergangenen Wochen fleißig an ihrem Gedicht geübt. Morgen ist es soweit. Im Familiengottesdienst in Neufang werden sie es vortragen. Denn dann wird in Neufang sowie im Rest von Deutschland der Muttertag gefeiert.

Vor einigen Wochen hat der Fränkische Tag die Neufanger Kinder in ihrer Kindertagesstätte besucht und sie bei ihren Vorbereitungen für diesen besonderen Tag begleitet. Dabei wollten wir von den Kleinen wissen: Warum ist eure Mama die Beste?

Die Kinder haben sich dazu in einem Stuhlkreis versammelt. Als erster meldet sich Adrian zu Wort: "Weil meine Mama immer für mich und meinen Bruder Mika sorgt", sagt er. Seinen kleinen Bruder hat Adrian dabei neben sich an der Hand. Mika sagt nur: "Gong gong." "Er meint die Kinderschokobons", erklärt der große Bruder. "Bekommt ihr die immer von eurer Mama?", fragt Kindergartenleiterin Gertrud Schubert. Die beiden nicken und grinsen.

Aufwecken, kochen, spielen

Die Kinder zählen auf, warum ihre Mama die Beste ist. Dabei wird schnell klar, nur einen Grund gibt es nicht, denn: Mamas wecken einen morgens auf, machen Frühstück, waschen die Wäsche, bügeln, bringen den Müll nach draußen, kochen, spielen mit einem und gehen mit einem spazieren.

Aber nicht nur die Mütter spielen für die Kinder eine wichtige Rolle. "Mein Papa repariert alles, was kaputt ist", sagt eines der Kinder. "Mein Opa mäht den Rasen." "Meine Oma trommelt uns morgens aus dem Bett." Für die Kinder gibt es neben ihrer Mutter eben auch andere wichtige Bezugspersonen, wie etwa den Vater, die Großeltern oder auch Onkel, Tanten und Paten.

Lesen Sie auch: Postnatale Depression: Kronacher Gynäkologe erklärt, warum die PND den Babys schaden kann

Insgesamt hat sich das traditionelle Familienbild mit den Jahren verändert. Neue Formen des Zusammenlebens, wie etwa die viel zitierte Patchworkfamilie, sind mancherorts an die Stelle klassischer Familienmodelle getreten.

"Uns ist es wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass es keine bessere oder schlechtere Form von Familie gibt", sagt Schubert. Der Mutter- und auch der Vatertag seien ein Fest der Emotionen. Die Kinder würden dabei lernen, ihre Gefühle zu äußern.

Keine Selbstverständlichkeit

"In Gesprächen oder mit Geschichten, Gedichten und Liedern erarbeiten wir mit den Kindern, wie schön es ist, eine Mama, einen Papa, eine Oma und andere Verwandte zu haben, die mit einem kuscheln, einen in den Arm nehmen, einen trösten und viele gute Sachen mehr tun", erklärt Schubert.

Hauptgedanke dabei sei es, den Lieben für ihr Dasein zu danken. "Für ihre Liebe, für ihr Engagement, für alles, was so schnell als selbstverständlich genommen wird", sagt die Erzieherin. "Das müssen Kinder alles erst lernen." Als Dankeschön basteln die Kinder gerade an mehreren Herzen, die dann auf einer Leinwand angebracht werden. "Mein Herz mit den Knöpfen habe ich schon fertig", erzählt Adrian.

An einem anderen Tisch in der Kindertagesstätte werden fleißig Porträts von den Vätern gemalt. Weitere Geschenke sind noch in Planung und werden bis zuletzt "ganz geheim" gehalten. Schubert sagt: "Schenken macht Freude. Die Geheimhaltung ist für die Kinder eine große Aufgabe, die einiges an Anstrengung kostet, aber eben auch viel Freude bereitet."