Steinbach am Wald hat nicht nur rund 1500 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze mit steigender Tendenz, eine optimale Kinderbetreuung von 6 bis 22 Uhr zu bieten und erstmals seit Jahren ein Plus von elf Einwohnern zu verzeichnen. In Steinbach fehlen auch Wohnungen.

Christian Schulz (CSU) brachte es auf den Punkt, als er fragte "was nützt es, wenn wir Interessenten nicht aufnehmen können?" Stefanie Neubauer (CSU) wies darauf hin, dass gerade ihre Generation mit Anfang 30 erstmal in einer Mietwohnung das Zusammenleben und den Alltag ausprobieren möchte, bevor in ein Haus investiert wird. Thomas Löffler (CSU, Windheim) erklärte, er könne auf Anhieb zehn Leute nennen, die eine Wohnung suchen.

Nun wurde die Gemeinde aktiv. Unter der Federführung des geschäftsleitenden Beamten Thomas Kotschenreuther und der Verwaltungsangestellten Antje Neubauer wurden Leerstände, Bauland und Fördermöglichkeiten erkundet. Insgesamt, so berichtete Antje Neubauer, wurden 52 Fragebögen an Eigentümer leerstehender Objekte versendet, 32 davon seien bezüglich Baujahr, Bauzustand und Verwendungsabsichten beantwortet worden.

30 Baulücken in Windheim

14 Häuser/Wohnungen stünden demnach zum Verkauf beziehungsweise Vermietung, elfmal wurde Eigenbedarf angegeben. Die Anzahl der Bauplätze und Baulücken wurden in Buchbach und Kehlbach jeweils mit zwölf, in Hirschfeld und Steinbach jeweils mit 19 und in Windheim mit 30 angegeben.

Thomas Kotschenreuther erklärte, dass in Kehlbach überproportional Eigenbedarf, in Windheim dagegen Objekte zum Verkauf angeboten würden. Die meisten Interessenten würden den Standort Steinbach am Wald bevorzugen. Er sprach auch davon, dass Bereiche mit leerstehenden Häusern und veralteter Bausubstanz für Zuzügler wenig attraktiv seien. Interessenten wollten sofort beziehbare Objekte.

Gemeinde ist kein Immobiliehnmakler

Die Gemeinde will nun aktiver zwischen Interessenten und Anbietern vermitteln. So sollen die Objekte auch im Gemeindeblatt und auf der Gemeindehomepage mit angeboten werden. Zudem will die Kommune auch Hilfestellungen geben, wenn es um Finanzierungshilfen und Wohnraumförderung geht. Thomas Kotschenreuther wies aber zugleich darauf hin, dass die Gemeinde nicht als Immobilienmakler fungieren könnte. Weiterhin sollen Investoren gesucht werden, die Wohnraum in der Großgemeinde schaffen.

Bürgermeister Klaus Löffler ergänzte, dass man auch die Arbeitgeber mit ins Boot holen sollte. Die Schaffung von Wohnraum sei schließlich eine gemeinsame Herausforderung.

Bei der Frage von Stefanie Neubauer (CSU), ob man sich denn nicht vorstellen könnte, in der alten Schule in Hirschfeld Wohnraum zu schaffen, wies Bürgermeister Klaus Löffler darauf hin, dass an eine Sanierung des Gebäudes in den nächsten drei Jahren nicht zu denken sei. In diesem Zusammenhang sprach er die laufenden Investitionen beim Freizeit- und Tourismuszentrum in Steinbach sowie beim Mehrgenerationenhaus im Schulgebäude in Buchbach an.

Qualitätsbonus für Kindergärten

Einstimmig sprach sich das Gremium für die Auszahlung eines "Qualitätsbonus plus" für ihre drei Kindergärten in der Gemeinde aus. Hier erklärte der Bürgermeister, dass der Freistaat Finanzmittel für die Qualitätsverbesserung in den Kindergärten bereit stellen will. Das bedeute, den Trägern der Kindertageseinrichtungen werde ein sogenannter Qualitätsbonus plus bewilligt, wenn die Gemeinde diesen in gleicher Höhe gewährt.

Die Gemeinde stellt nun für das Kalenderjahr zusätzlich 11 500 Euro für die Kindergärten zur Verfügung. Die gleiche Summe kommt dann vom Freistaat. Wie Thomas Kotschenreuther auf Anfrage erklärte, könne dieses Geld beispielsweise in eine zusätzliche Betreuungskraft, oder in Aus- und Fortbildungen von Kindergartenpersonal investiert werden.

Einstimmig befürwortete der Gemeinderat zudem, bei den privaten Zufahrten zu den Anwesen Otto-Wiegand-Straße 5 und 6 in Steinbach und zu den Anwesen Am Anger 8 und 8a in Hirschfeld Vorfahrtsschilder vor den Grundstücksausfahrten anzubringen.

Hausnummernschilder beleuchten

Uwe Zipfel (FW) forderte die Bürger auf, für eine ausreichende Beleuchtung ihrer Hausnummernschildern zu sorgen, oftmals hätten "neue" Zeitungsausträger Schwierigkeiten, die entsprechenden Adressen zu finden.
Christian Schulz (CSU) berichtete, dass der Ausbau von Digitalfunk in der Gemeinde abgeschlossen sei. In diesem Zusammenhang hob Bürgermeister Löffler das Engagement von Markus Schulz hervor.

Rainer Neubauer (BL Kehlbach) fragte an, ob es denn nicht möglich sei, das Ortsschild am Ortsende von Kehlbach mehr in Richtung Rennsteig zu verschieben. Dies soll nun geprüft werden.