Angesichts der bundesweit und auch in den Landkreisen der Region zuletzt wieder steigenden Infektionszahlen verschärft die Helios-Frankenwaldklinik Kronach ihre Vorsichtsmaßnahmen. Als Klinikbetreiber und Gesundheitsanbieter ist die Klinik, wie sie selbst mitteilt, den Patienten und Besuchern, aber auch den Mitarbeitern verpflichtet. Um kein unnötiges Risiko einzugehen und dem Eintrag von Infektionskrankheiten ins Haus vorzubeugen, führt die Klinikverwaltung daher ab Montag, 26. Oktober, wieder ein Besuchsverbot ein. Patienten können dann nur noch in Ausnahmesituationen von Angehörigen besucht werden. Die Besuche müssen zuvor schriftlich von der jeweiligen Stationsleitung oder dem behandelnden Arzt genehmigt werden.

Es gibt Ausnahmen

"Menschen den Besuch von kranken Angehörigen zu versagen, fällt uns nicht leicht. Wir ergreifen diese Maßnahmen, um unsere Patienten und Mitarbeiter vor einer Übertragung von Infektionskrankheiten so gut wie möglich zu schützen. Auf diese Weise wollen wir auch im kommenden Winter für alle Menschen verfügbar bleiben, die unsere Hilfe brauchen", erklärt Klinikgeschäftsführer Philipp Löwenstein, "Wir bitten um Ihr Verständnis."

Sonderregelungen gelten für Angehörige im Sterben liegender Patienten, Betreuungspersonen von zum Beispiel dementen Patienten sowie werdende Väter. Letztere haben weiterhin die Wahl, sich entweder als Begleitperson zusammen mit der werdenden Mutter stationär aufnehmen zu lassen oder unter steter Beachtung aller Abstands- und Hygienemaßnahmen anlässlich der eigentlichen Geburt in die Klinik zu kommen.

Wie bereits beim ersten Besuchsstopp im März weist die Klinikverwaltung darauf hin, dass allen Patienten kostenlos Telefon und Internet (WLAN) zur Verfügung stehen. Auf diesem Weg können sie ohne Infektionsrisiko Kontakt halten. Wichtige persönliche Gegenstände der Patienten können weiterhin am Informationsschalter abgegeben beziehungsweise abgeholt werden. Der Transportdienst der Klinik kümmert sich um die Weitergabe auf die jeweilige Station. Die Klinikverwaltung bittet die Angehörigen, Anzahl, Größe und Gewicht des Gepäcks so gering wie möglich zu halten.

Bei Erkältungssymptomen ist der Zutritt zur Klinik generell nicht erlaubt.

Der Betrieb des Krankenhauses und der Notaufnahme sind durch die Sicherheitsmaßnahmen nicht beeinträchtigt: Geplante Aufnahmen, operative Eingriffe und Sprechstunden finden weiterhin statt.

Regelung gilt bis auf Weiteres

Externe Gesundheitsdienstleister wie Transportdienste und Sanitätshäuser sowie die Klinikseelsorger haben - unter Beachtung der üblichen Hygienemaßnahmen - weiterhin Zugang zum Haus. Auch der wöchentliche Gottesdienst in der Klinikkapelle findet unter den bekannten Voraussetzungen (nur externe Gäste, telefonische Voranmeldung, begrenzte Teilnehmerzahl) wie gehabt statt.

Die neue Regelung gilt bis auf Weiteres, solange dies der Infektionsschutz erfordert: "Wir haben das Infektionsgeschehen weiterhin fest im Blick und passen uns flexibel der Herausforderung an", sagt Geschäftsführer Löwenstein.red