Loretta Steinhäuser beschreibt einen ihrer letzten Träume: "Ich habe gesehen, wie ein Teil der Menschen widerwillig das Zepter aus der Hand gibt." Beim Hinweis, dass das Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump begonnen hat, bekommt die Johannisthalerin plötzlich Gänsehaut."Ich träume oft Dinge, die dann in irgendeiner Form eintreten."

Während Steinhäuser vor allem durch ihre Träume merkt, dass ein Portal-Tag ansteht, nimmt Annette Romberg die veränderte Atmosphäre bei ihrer Arbeit in der Floristikabteilung eines Supermarktes wahr. "Die Kinder schreien, die Erwachsenen sind grantig und ungeduldig", schildert sie die Situation. Es sei, wie wenn die Leute eine Veränderung spüren würden.

Die Intuition wieder lernen

Portal-Tage gehen auf den Kalender der Maya zurück. "An den Tagen ist die kosmische Einstrahlung auf den Planeten Erde besonders hoch", erklärt Steinhäuser. Weil sich die Energien langsam auf- und wieder abbauen, seien die Auswirkungen auf den Körper auch noch einen Tag vorher oder nachher spürbar.

Die Ursache dafür, dass es in diesem Jahr besonders viele Portal-Tage gibt, ist die Bewegung der Planeten im Sonnensystem. Am 12. Januar haben sich Pluto und Saturn erstmals nach 500 Jahren aufeinander zubewegt. "Der Saturn steht für Macht und Charisma und der Pluto für Wandlung, Regeneration und höhere Macht. Der 12. Januar war ein besonderer Portal-Tag, an dem neue weibliche und männliche Energie geboren wurde." Steinhäuser hofft, dass das Mitgefühl der Menschen füreinander in diesem Jahr deshalb wieder wächst und jeder mehr auf sich selbst hört: "2020 werden wir tiefer wahrnehmen und einander fühlen statt nur verstehen."

Beschwerden häufen sich

Durch die besondere Konstellation der Planeten im Januar in Kombination mit dem Sternenbild Steinbock kommt die Erde wieder auf eine andere Ebene. "Die Veränderung habe ich während eines Fieberdeliriums vor einiger Zeit bereits wahrgenommen", berichtet Roswitha Eckert. Die 72-Jährige ist an Portal-Tagen mehr in sich gekehrt. "Die elektromagnetischen Schwingungen, die an diesen Tagen besonders stark sind, wirken sich auf jeden anders aus", weiß Steinhäuser. Sie erhalte Anrufe von Menschen, die vermehrt schwitzen und frieren oder Kopf- und Muskelschmerzen haben.

Doch die Portal-Tage haben nicht nur negative Auswirkungen. "Die Tage wirken wie Türchen in eine zeitlose Ebene, der Schleier zur geistigen Welt ist sehr dünn", erläutert Steinhäuser. Der Körper durchlaufe an Portal-Tagen eine Art Upgrade und könne sich im mentalen und emotionalen Bereich neu ausrichten. So ließe sich auch erklären, dass Eckert an diesen Tagen in sich gekehrt ist. "Meine Tochter hatte am 12. Januar unter anderem mit Kopf- und Magenschmerzen zu kämpfen", berichtet Romberg. Nach einem Anruf bei Steinhäuser sei sie beruhigt gewesen. "Wer sich die Portal-Tage in den Kalender schreibt, kann oft eine Erklärung für seine Beschwerden finden", rät Steinhäuser. Sie bekommt oft Anrufe von Leuten, die von ihren plötzlich auftretenden Symptomen berichten. "Mit einem Blick in den Kalender kann ich die meisten beruhigen." In der Regel würde sich die Vermutung der Lehrerin für Gesundheitspädagogik dann bestätigen.

Körper richtet sich neu aus

Dass sich elektromagnetische Schwingungen auf den menschlichen Körper übertragen, erklärt Steinhäuser dadurch, dass dieser im Erwachsenenalter zu etwa 70 Prozent aus Wasser besteht, bei der Geburt sind es 90 Prozent. "Der japanische Wissenschaftler Emoto hat Wasser auf einer Schale mit bestimmten Tönen bespielt und gefrieren lassen", schildert die Gesundheitspraktikerin seine Forschung.

Portal-Tage können sich positiv auswirken

Dabei habe sich herausgestellt, dass die Eiskristalle sich, je nach Ton, optisch unterschieden haben. Die Ergebnisse lassen sich der Johannisthalerin zufolge auf den menschlichen Körper übertragen: "Was wir fühlen und denken, spielt sich in kristalliner Form in unserem Körper ab. Das wurde unter anderem durch die Psychoneuroimmunologie bestätigt." Die Schwingungen an Portaltagen würden dazu führen, dass sich ein neues Gleichgewicht in der persönlichen Schwingungssignatur einstellt. Durch die Schwingungen würden die Gedanken und die Energien in Bewegung kommen.

Damit sich dieses Gleichgewicht einstellen kann, ist es vor allem wichtig, viel zu trinken. "Wenn ein Portal-Tag ansteht, trinke ich viel Tee und gebe Natron ins Wasser", sagt die 52-Jährige, auf Kaffee und Fleisch habe sie um die Portal-Tage herum keinen Appetit. Das Natron wirkt basisch auf das Zellgewebe. "Es gibt auch Leute, auf die sich Portaltage positiv auswirken. Es muss nicht immer in die eine Richtung gehen."

Steinhäuser sieht die Möglichkeit, dass 2020 durch die kosmischen Schwingungen ein goldenes Jahr werden könnte: "Man sagt, dass der Saturn mit Pluto tanzt. Während in den letzten Jahren vor allem das Geld eine große Rolle gespielt hat, kann das weiblich Göttliche in Form von tiefem Mitgefühl wieder zurückkommen", erklärt Steinhäuser. "Das heißt, dass alles, was früher war und verschwunden ist, wieder kommt", wirft Eckert ein. "Das kann sein", erwidert Steinhäuser.