Unfall in Ludwigsstädter Industriebetrieb: Am Sonntag (16. Januar 2022) gegen 22.14 Uhr erreichte die Feuerwehr Ludwigsstadt ein Alarm mit dem Stichwort "Person in Schacht".

26 Einsatzkräfte suchten daraufhin den Unfallort auf. Der stellvertretende Kommandant Christian Heyder war dabei und schildert inFranken.de, wie er und seine Kollegen auf die erschwerten Einsatzbedingungen reagierten.

Ludwigsstadt: Arbeiter fällt in Schacht - Feuerwehr setzt spezielle Trage ein

Während seiner Arbeitsschicht fiel der Arbeiter zwischen zwei Silos zirka drei Meter hinab und verletzte sich laut den Schilderungen Heyders dabei am Unterschenkel. Dadurch habe er nicht mehr gehen oder sich selbst befreien können. Der Rettungsdienst und eine Notärztin hätten ihn aber erreichen und versorgen können. Danach war es an den Einsatzkräften der Feuerwehr, den Verletzten aus seiner misslichen Lage nach oben zu befreien.

"Der erste Plan war, eine sogenannte Schleifkorbtrage einzusetzen", erklärt Heyder, "Nur durch die beengten Platzverhältnisse hat sie gar nicht zwischen die zwei Silos gepasst." Deshalb habe sich die Feuerwehr für eine Schaufeltrage entschieden. Dies könne man sich wie ein Brett vorstellen, das unter dem Körper des Verletzten aus zwei Teilen zusammengeklappt wird und etwas schmaler ist, als die Person selbst. Den sechs bis acht Einsatzkräften sei es damit gelungen, den Arbeiter herauszuheben und anschließend auf die Trage des Rettungsdienstes umzulagern. Daraufhin sei er ins Krankenhaus gebracht worden. 

Der Betrieb der Firma konnte laut Heyder weiterlaufen. Gegen 23.40 Uhr seien die Feuerwehrleute von Ludwigsstadt wieder am Gerätehaus angekommen.