Auch die 20-jährige Linda Jungkunz und die 19-jährige Meike Goihl haben ein Lebensgefühl für den Fasching. Dieses wurde ihnen von ihren Eltern, die schon jahrzehntelang für den Fasching leben und immer durch ihre Einlagen die Menschen erfreuen, übertragen. Die beiden freuen sich, wenn ihre Beiträge bei den Besuchern immer gut ankommen.

Der Gaudiwurm vermittelte pure Lebensfreude. Es ging wieder einmal die Post ab. An die 30 Wagen und Fußgruppen präsentierten sich farbenprächtig und in schönen Kostümen. Auch Tausende von Besuchern ließen sich gerne von diesem Narrenfieber anstecken und schunkelten kräftig am Straßenrand mit.

Die Narretei liegt ihnen im Blut

Die hohen Erwartungen der Besucher wurden wieder einmal erfüllt. Der Umzug war wieder ein Hit. Vor allem staunte man über den Nachwuchs, der sich ebenfalls nahtlos in das Faschingstreiben einreihte. Man merkte den Teuschnitzern an, der Fasching ist ihnen auf den Leib geschrieben.

Viele bekannte Motive wurden aufs Korn genommen. Großen Anteil hatten die Stadtkapelle Teuschnitz, die Wickendorfer Musikanten, die Musikkapelle aus Tschirn und Grössau/Posseck, die es verstanden, mit ihrer zünftigen Stimmungsmusik die begeisterte Menge auf das Narrenspektakel einzustimmen.

Auch der Stadtpfarrer marschierte mit

Angeführt wurde der Umzug durch den "Salersclan", an der Spitze mit der 74-jährigen Annemarie Jungkunz, die in einer Fußgruppe das Betthupferl in einer schönen Kostümierung präsentierten. Auch Stadtpfarrer Joachim Lindner war mit seinen Ministranten dabei, die immer, wenn sie gebraucht werden, einsatzbereit sind.

Die meisten Gruppen zeigten, die Teuschnitzer Banken sind leer. Ein Rettungsschirm muss her. Auch für die fehlenden Windräder wurde ein Ausgleich geschaffen. Die Störche sind wieder im Anmarsch. Ein Freibierwagen mit scharfen Getränken sorgte für die richtige Wärme. Auch die anderen Fußgruppen und Wagen waren sehenswert. Besonders die auswärtigen Besucher waren sehr zufrieden mit dieser Superschau.

Paul Hader