Otto Heinlein hat alles dokumentiert, was seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges in seinem Heimatort Stockheim passiert ist. Vier Ordner voll mit sorgfältig beschrifteten Fotos hat der 90-Jährige vor sich auf seinem Esstisch ausgebreitet. Regelmäßig war er mit seiner Kamera an der Zonengrenze unterwegs. Doch nicht alles konnte Heinlein mit seiner Kamera festhalten, wie die Schreie der Grenzsoldaten und Zollbeamten, die ihn nachts regelmäßig weckten.

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Die russischen Grenzpolizisten wollten sich beweisen, meint Heinlein. Insgesamt erschossen sie zwischen Welitsch und Heinersdorf bis zur Wiedervereinigung 15 Menschen. "Sie haben auf alles gezielt, was sich bewegt hat", schildert Heinlein die Situation. Der erste Tote sei ein junger Mann aus Heinersdorf gewesen, der in Welitsch für seine Hochzeit am nächsten Tag einkaufen wollte. "Die Stalin-Schüler waren eiskalt."

Ob es der heute 90-Jährige gewagt hat, selbst einmal die Grenze zu überqueren und warum vor allem zwischen 1945 und 1952 Schmuggler in der Region aktiv waren, lesen Sie hier auf inFranken PLUS.