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Großvichtach
Solarpark

Steinbruch bei Großvichtach wird zum Kraftwerk

Die Deutsche Bürger-Energie eG (DBE) investiert in einen der größten Bürgersolarparks im Landkreis Kronach. Dieser entsteht bei Großvichtach. Auch die Bürger sollen sich daran beteiligen können.
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Vom einstigen Steinbruch ist nicht mehr viel zu erkennen. Die ersten Pfähle für den Bürgersolarpark wurden gesetzt. Im Bild (von links): Bürgermeister Norbert Gräbner, der Vorsitzende der Deutschen Bürger-Energie, Mario Fürst, und Geschäftsleitender Beamter Gerd Wich-Heiter. Foto: Veronika Schadeck
Vom einstigen Steinbruch ist nicht mehr viel zu erkennen. Die ersten Pfähle für den Bürgersolarpark wurden gesetzt. Im Bild (von links): Bürgermeister Norbert Gräbner, der Vorsitzende der Deutschen Bürger-Energie, Mario Fürst, und Geschäftsleitender Beamter Gerd Wich-Heiter. Foto: Veronika Schadeck
In Großvichtach, im einstigen Steinbruch, wird ein Bürgersolarpark gebaut. Mittlerweile wurden schon Pfähle für die Solarmodule befestigt. Am Donnerstag wurde das Projekt im Rathaus offiziell vorgestellt.

Entstehen wird auf einer vier Hektar großen Freifläche in unmittelbarer Nähe des Unternehmens Langendorf Textil ein Solarpark mit 8900 Modulen à 235 Watt. Mit einer geplanten Anlagenleistung von circa 2100 Kilowatt Peak wird das Photovoltaik-Kraftwerk eine prognostizierte Jahresstromleistung von 2 146 200 Kilowattstunden erzeugen. Dadurch können 476 Vierpersonen-Haushalte mit einem durchschnittlichen Strombedarf von 4500 Kilowattstunden versorgt werden.

DBE ist Betreiber

Betreiber der Anlage ist die Deutsche Bürger-Energie. Investiert werden insgesamt 2,3 Millionen Euro. 80 Prozent der Kosten finanziert eine namentlich nicht genannte Bank.
Die restlichen 20 Prozent sollen durch die Bürger getragen werden.

DBE-Vorsitzender Mario Fürst erklärte das Prinzip. Als Energiegenossenschaft bietet die Deutsche Bürger-Energie demnach bevorzugt den Bürgern vor Ort, aber auch deutschlandweit an, sich als Mitglied am Bürgersolarpark Marktrodach zu beteiligen. Er wies darauf hin, dass bereits jetzt eine hohe Nachfrage aus der Bevölkerung besteht.

Energiepakete kosten je 1050 Euro

Die Beteiligung, so Fürst, basiert auf so genannten Energiepaketen im Wert von je 1050 Euro. Es können maximal 100 Energiepakete pro Mitglied erworben werden. Der Vertrag wird für eine Laufzeit von 17 Jahren geschlossen, kann aber jährlich gekündigt werden. Die DBE erwarte eine Rendite von durchschnittlich bis zu 6,4 Prozent pro Jahr. Netzbetreiber ist die Eon Bayern. Die Einspeisevergütung beträgt 10,63 Cent pro Kilowattstunde.

Vom Bürgersolarpark in seiner Gemeinde ist auch Bürgermeister, Norbert Gräbner (SPD), begeistert. "Ich werde mich auch daran beteiligen!", betonte er. Von außen nicht einsehbar, hält er den ehemaligen Steinbruch für äußerst geeignet für den Solarpark. Die Gemeinde sei gewillt, einen Beitrag zur Energiewende mit zu leisten, so Gräbner. Er wies darauf hin, dass der 90 000 Quadratmeter große Steinbruch zum Jahreswechsel 2012/2013 vom Augsburger Siegfried Graf-Buchheim erworben worden sei. Er sprach auch davon, dass 18 000 Quadratmeter von dieser Gesamtfläche als Ausgleichsfläche ausgewiesen seien, auf der eine Streuobstwiese entstehen solle. Auch blieb die Steillage wegen besonderer Tier- und Pflanzenarten bestehen. Gräbner stellte klar, dass bei diesem Bürger solarpark die Vegetation und das Landschaftsbild erhalten bleiben.

Fürst ging noch auf die Deutsche Bürger-Energie eG ein. Sie investiere deutschlandweit in verschiedene Formen der erneuerbaren Energien. Sie sei die einzige Energiegenossenschaft.

Infoveranstaltung am 1. Juli

Am 1. Juli findet um 19.30 Uhr eine Informationsveranstaltung in der Rodachthalle in Marktrodach statt. Dort wird ausführlich über den Bürger solarpark Marktrodach informiert. Der Genossenschaftsgedanke wird dabei erläutert und die Vorteile einer Mitgliedschaft in der Genossenschaft sollen aufgezeigt werden. Mehr Infos gibt es aber auch schon vorab unter info@deutsche-buergerenergie.de.
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