Die "Grün-Weißen" hatten sich viel vorgenommen und sich selbst vielleicht zu sehr unter Druck gesetzt. Letztendlich gingen die Gäste verdientermaßen als Sieger vom Platz, weil die Angriffsbemühungen der Hausherren nur Stückwerk blieben und sich die Defensivabteilung auch keine Bestnoten verdiente.

Blamabel, so äußerten sich neutrale Zuschauer, sei die Vorstellung der Frankenwälder in der ersten Halbzeit gewesen. Die vielen Zuschauer, die die Heimelf nach wie vor unterstützen, sahen eine Mannschaft, die im Duell der Kellerkinder ihren eigenen Ansprüchen nicht einmal annähernd gerecht wurde.

Die erste Chance des Spiels bot sich Nils Firnschild, der aber Torwart Sebastian Eck nicht überwinden konnte (7.). Die Kasendorfer waren es, die dann das Geschehen diktierten. Einen satten Schuss setzte in der 19. Minute der auffällige Andreas Pistor, den die heimische Abwehr nicht wirklich in den Griff bekam, ans Außennetz. Ein Kopfball des gleichen Akteurs stellte Schlussmann Manuel Fröba wenig später vor keine Probleme.

Nicht gerade souverän stand die SV-Defensive einschließlich Keeper beim Führungstor des SSV. Nach einem Freistoß wehrte Torhüter Fröba einen Kopfball des starken Jochen Hollfelder ab, hatte dann aber gegen den Nachschuss von Matthias Pistor keine Chance (31.). Pech hatte noch vor der Pause Patrick Höhn, als nach einem Pressschlag das Leder am Tor vorbei trudelte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte bot sich den Taschner-Schützlingen eine weiter Möglichkeit, die Schlussmann Manuel Fröba gegen den durchgelaufenen Andreas Pistor mit Fußabwehr gekonnt vereitelte. Auf der anderen Seite scheiterte Nils Firnschild an Keeper Eck. Endlich schienen die Frankenwälder aufgewacht zu sein und erhöhten die Schlagzahl. Nach gutem Zuspiel des engagierten Patrick Sudol rutschte André Zapf der Ball über den Rist. Die Gäste blieben auch in dieser Phase mit Kontern stets gefährlich, und Dominik Schorn und Sebastian Wirth vergaben gute Möglichkeiten.

Endlich nahm sich Patrick Sudol ein Herz, drehte sich gewandt um seinen Bewacher, und vollendete zum 1:1 ins lange Eck (69.). Fast wäre zwei Minuten später Christian Brandt der Führungstreffer gelungen, jedoch lenkte der sichere Torwart Eck den Ball um den Pfosten.

Dominik Schorn war es, der die Friesener Abwehr richtig düpierte, gleich zwei Verteidiger wie Schulbuben aussehen ließ und das Leder zum Entsetzen der SV-Fans zum 1:2 in die Maschen drosch (80.). Wer eine Aufbäumen der Hausherren in der verbleibenden Spielzeit erwartete, wurde bitter enttäuscht. Schiedsrichter Peter Frank leitete die Partie sicher. Die Truppe von Andreas Lang, die sich vom Sportgelände schlich, wird sich in den nächsten Wochen warm anziehen müssen.

SV Friesen: M. Fröba - Roger, Woitschitzke, Zwosta, Brandt, Zapf (71. Köcher), Fugmann, Nützel (65. Daumann), Sudol, Firnschild (83. N. Fröba), Höhn
SSV Kasendorf: Eck - Taschner, Grasgruber, Wirth, Ellner, Hollfelder (88. Stübinger), Geß lein (57. Sesselmann), A. Pistor, Schorn, M. Pistor (72. Fuchs), Geldner
Tore: 0:1 M. Pistor (31.), 1:1 Sudol (69.), 1:2 Schorn (80.)
SR: Frank (SC Uttenreuth)
Zuschauer: 240
Gelbe Karten: Brandt /Wirth, Schorn, Geßlein, Hollfelder, Ellner