Kein Wunder, dass im Lager der "Grün-Weißen" derzeit große Euphorie herrscht. Trainer Christoph Böger teilt diese aber nur eingeschränkt. "Es sind erst vier Spieltage absolviert. Wir sollten den August mit den nächsten beiden englischen Wochen noch abwarten; dann wissen wir, ob wir eine Spitzenmannschaft sind", sagt er.

Erst ein Gegentor zugelassen


Spitze sind die Friesener aber derzeit in mehreren Belangen. Die Abwehr hat bis jetzt erst ein Gegentor zugelassen, und das resultierte aus einem Elfmeter. Seit mittlerweile knapp 300 Minuten hat Tobias Mayer seinen Kasten sauber gehalten, woran aber auch die Abwehr mit den zuletzt überzeugenden Marc Hofmann und Kevin Roger (Böger: "Sie waren in Neudrossenfeld besonders stark") einen großen Anteil hat. Der Angriff hat außerdem schon elf Tore erzielt. Das ist nach den Weidenern der zweitbeste Wert.
Positiv hat sich bislang auch ausgewirkt, dass die Friesener mittlerweile viel flexibler spielen als das noch in der letzten Saison der Fall war. In den ersten vier Begegnungen hat es der Trainer schon mit drei verschiedenen Systemen versucht. Böger: "Das entscheide ich manchmal erst relativ kurzfristig, aber dadurch sind wir auch nur schwer auszurechnen."
Es ist gut möglich, dass er auch diesmal eine neue taktische Marschroute ausgeben muss. Die beiden Innenverteidiger Lars Meyer und Marc Hofmann, der zum dritten Mal in Folge eine starke Leistung gezeigt hat, mussten nämlich am Donnerstag das Training abbrechen und sind angeschlagen. Ihr mögliches Fehlen könnte sich fatal auswirken, denn mit Frederic Martin und Dominik Woitschitzke fehlen schon zwei Abwehrspieler. "Dann muss ich halt die Offensive nochmals verstärken", sagt Böger mit einem Augenzwinkern. Philipp Beetz steht zwar wieder im Aufgebot, aber über seinen Einsatz entscheidet der Trainer erst nach Rücksprache mit dem Spieler selbst.
Vor dem ASV Pegnitz hat er Respekt, denn der Gegner ist wie die Friesener noch ungeschlagen, kam nach dem Auftaktsieg gegen Etzenricht zuletzt aber dreimal hintereinander "nur" zu einem Remis. Zweimal davon ging es gegen Teams, die die Friesener bezwungen haben (Stadeln und FSV Bayreuth).