Das heimische Sirius-Sporthaus-Erhardt-Team schwebt auch 2017 auf einer Erfolgswelle. Die Siegesserie in dieser Saison begann dabei bereits bei der "Neuseen MTB Trophy Leipzig", bei der Kerstin, Yvonne und Uwe Kuhnlein (Steinwiesen) zusammen mit Sascha Liebrenz (Rattelsdorf) auf der Langdistanz mit 94 Startern auf die Strecke gingen.

Das Duell Mutter Kerstin gegen Tochter Yvonne war hier so spannend, dass es sich erst ganz zum Schluss entschieden hat und Kerstin mit zwei Hundertstel Sekunden Vorsprung gewann. Damit holte sie den Gesamtsieg der Damen. Yvonne wurde starke Zweite und holte sich in ihrer Altersklasse (AK) den Sieg.
Für die Herren lief es nicht so rund, aber Uwe wurde noch Siebter in der Gesamtwertung und Dritter in seiner Altersklasse. Sascha Liebrenz hatte Pech: Einmal abgedrängt und ein Kettenriss zwangen ihn zum Aufgeben. In der Teamwertung kamen die Kuhnleins auf den zweiten Platz.


Yvonne Kühnlein dominiert

Weiter ging die Erfolgsbilanz beim "Kyffhäuser MTB Marathon". Yvonne Kuhnlein und Sascha Liebrenz gingen mit 190 Startern auf die Mitteldistanz. Liebrenz wurde Zwölfter. Und Yvonne Kuhnlein fuhr als erste Frau mit zwölf Minuten Vorsprung über die Ziellinie. Für Kerstin Kuhnlein ging es in Schneckenlohe weiter. Obwohl sie eigentlich keine "Cube-Cup-Rennen" fährt, ging sie an den Start und rollte das Feld von hinten auf. Dies gelang ihr als Erste in gewohnter Manier.

Spannender als ein Krimi war für Kerstin und Uwe Kuhnlein der "Halden-Bike-Marathon" in Löbichau (Thüringen). Aufgrund eines Staus auf der Hinfahrt kamen die beiden gerade mal drei Minuten vor dem Start auf dem Parkplatz an. Uwe hatte eine Langstrecke von 108 Kilometern vor sich und sprintete zum Start, wo er mit dem Startschuss eintraf. Da war er nun Letzter des ganzen Feldes. Doch er gab nicht auf, arbeitete sich durch die Menge und konnte sich mit dem Führenden seiner Altersklasse absetzen. Nach 4:28:14 Stunden fuhr Uwe Kuhnlein als Zweiter seiner Altersklasse und als Zwölfter in der Gesamtwertung ins Ziel.

Kerstin Kuhnlein ging beim Rennen über 58 Kilometer an den Start und zog ihr hohes Tempo von Anfang an durch. Mit 22 Minuten Vorsprung holte sie sich den Gesamtsieg der Damen. Lukas Albrecht aus Kronach fuhr sein erstes Rennen in dieser Saison und fuhr in der Kurzdistanz über 30 Kilometer als Sechster seiner Altersklasse und als Gesamtsiebter über die Ziellinie.

Beim 10. Haßbergsprint, veranstaltet vom Tria TC Hofheim, gingen Yvonne und Uwe Kuhnlein sowie Sascha Liebrenz an den Start. 36 Kilometer und 750 Höhenmeter waren zu bewältigen. 112 Starter gingen auf die Strecke, Yvonne holte sich mit 19 Minuten Vorsprung den Gesamtsieg, Uwe wurde Zweiter in seiner Altersklasse und Gesamtneunter. Für Sascha Liebrenz lief es nicht so gut, sein Sattel machte Probleme. So reichte es nur für den sechsten Platz seiner Altersklasse. Als Vierte im Bunde fuhr Kerstin Kuhnlein den Haßbergritt mit 46 Kilometer und 1000 Höhenmeter. Souverän mit 18 Minuten Vorsprung gewann sie das Rennen.


15 400 Höhenmeter in Südafrika

Doch nicht nur in Deutschland wurde gefahren. Robert Rossmann und Dirk Richter vom Sirius-Team wagten sich nach Südafrika zum "Absa-Cape-Epic-Rennen" über 691 Kilometer und 15 400 Höhenmeter, das über sieben Tage ging. Am Ende kamen die beiden in der Kategorie "Masters" auf Platz 43 mit einer Fahrzeit von 37 Stunden, 52 Minuten und 52 Sekunden.

Es war ein Erlebnis und eine Strapaze zugleich. Robert Rossmann: "Trotz Qualen eine gelungene Reise mit schöner Landschaft und vielen Trails."

Vorschau auf die nächsten Rennen:
3. Juni: Yvonne Kuhnlein und Sascha Liebrenz bei der 12-Stunden-Weltmeisterschaft im 2er Mixed;
8. Juni bis 11. Juni: Kerstin und Uwe Kuhnlein beim viertägigen Etappenrennen Alpen-Tour-Trophy. Hier sind in vier Tagen fast 10 000 Höhenmeter und fast 200 Kilometer zu bewältigen, es ist eines der härtesten Etappenrennen überhaupt. sd