Der Mannschaftskreis inklusive Trainer, Spielleiter und Ersatzspieler vor dem Anpfiff demonstrierte die Geschlossenheit der Lang-Truppe, um endlich zu punkten. Nach drei Minuten schien alles schon wieder falsch zu laufen, als Gästespieler Bojan Sremcevic nach einer Ecke aus fünf Meter das Leder knapp neben den Pfosten setzte.
Vier Minuten später kam der Gastgeber zur ersten Möglichkeit, aber der Abschluss von Elias Köcher war zu schwach. Der Druck der Gäste wurde dann stärker. Die Abwehr der Einheimischen war mehrmals gefordert, konnte aber schwierige Situationen immer wieder bereinigen. Besonders Kapitän Dominik Zwosta stand wie ein Fels in der Brandung.


Leichtsinnige Ballverluste

Die Gäste zeigten ein schnörkelloses Aufbauspiel, während beim SV Friesen immer wieder leichtsinnige Ballverluste für Unruhe in den eigenen Reihen sorgten. So dauerte es bis zur 35. Minute, ehe die 1:0-Führung notiert werden konnte. Eine Ecke von links drückte Dominik Woitschitzke aus vier Metern über die Torlinie. Zwei weitere Ecken für Friesen sorgten für Gefahr, aber beide Male konnten Nils Firnschild und Christian Brandt das Leder nicht im Kasten unterbringen.
Drei Minuten nach Wiederanpfiff hatte der aufopferungsvoll kämpfende Höhn kein Glück, als sein Abschluss von einem Gästeverteidiger abgefälscht wurde, jedoch der Ball knapp über den Balken ging. Man merkte den Gästen an, dass sie nicht mit leeren Händen nach Hause fahren wollten, und sie erhöhten die Schlagzahl der Angriffe. Den Zuschauern wurde klar, dass es nicht mehr lange bis zum Ausgleich dauern konnte. Und so kam es auch in der 52. Minute. Der brandgefährliche Volkan Avci, mit dem Woitschitzke seine liebe Not hatte, legte durch, und Willy Blank ließ mit seinem Abschluss dem sonst sicheren SV-Torwart Manuel Fröba keine Chance.
In der 59. Minute wurde David Daumann durch Patrick Sudol ersetzt. Gerade ihn vermisste man nach seiner Verletzung aus dem Pokalspiel vor Wochen schmerzlich, und vier Minuten später wusste man auch warum. Höhn schob überlegt das Leder in die Schnittstelle der Gästeabwehr. Sudol wurde von zwei Gegenspielern verfolgt, ließ sich aber nicht beirren und schlenzte den Ball gekonnt ins rechte untere Eck zur 2:1-Führung. Großer Jubel brandete auf, und die Freude über diesen Einstand kannte keine Grenzen.
Fast hätte man das Ergebnis in der 67. Minute sogar ausgebaut. Hendric Marzog köpfte am Strafraum den Ball zu Patrick Höhn, dieser zog aus der Drehbewegung sofort ab, doch der Gästetorwart klärte mit den Fäusten. Von Minute zu Minute wuchs die Spannung, da die Gäste nicht nachließen. Bei der Heimelf wusste jeder, dass nur über Lauf- und Kampfbereitschaft die Führung zu verteidigen war, und das wurde auch perfekt umgesetzt. Neun Minuten vor Ende sorgte ein Freistoß aus dem Halbfeld für große Gefahr, konnte aber mit vereinten Kräften geklärt werden.
Die treuen heimischen Fans zitterten dem Abpfiff entgegen, doch der insgesamt gut leitende Schiedsrichter Sebastian Seidl zeigte fünf Minuten Nachspielzeit an. Aber die Gastgeber ließen sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und gingen in den Zweikämpfen bis an den Rand der Erschöpfung. Nach dem Abpfiff gab es großen Beifall im Frankenwaldstadion für den ersten Sieg. Um wieder eine Siegesserie starten zu können, bedarf es in allen Mannschaftsteilen einer Steigerung, die aber durchaus möglich ist.

SV Friesen: M. Fröba - Woitschitzke, Roger, Zwosta, Köcher, Marzog (77. Bernegg), Zapf, Brandt, Daumann (59. Sudol), Firnschild (66. Nützel), Höhn
SG Quelle Fürth: Döllfelder - Seiler, Höhenberger, Sremcevic (30. Swiechowitz, 80. Babuczki), Avci, Blank, Ried (66. Djoufack), Menz, Särchinger, Hutter, Reinholz
Tore: 1:0 Woitschitzke (35.), 1:1 Blank (52.), 2:1 Sudol (63.)
SR: Seidl (VfB Rothenstadt)
Zuschauer: 150
Gelbe Karten: Brandt, Woitschitzke / Seiler, Hutter, Swiechowitz, Höhenberger