Der SV Friesen bleibt weiter in der Erfolgsspur und heuer weiterhin ungeschlagen, ist aber scheinbar nicht mehr unschlagbar. Cheftrainer Andreas Lang zog nach der Begegnung wohl das richtige Resümee, nämlich dass seine Jungs seit Monaten am Limit spielen, und er bat deswegen um Verständnis für die nicht gerade üppige Kirchweihkost, die seine Fußballer am Samstag den vielen Fans im Frankenwaldstadion kredenzten.

Das Spiel hatte keinen Sieger verdient. Das Remis war gerecht. Die "Flößer" hatten sich angesichts ihrer Erfolgssträhne sicherlich einen Sieg erhofft, kamen gegen die gut eingestellte zweite Mannschaft des VfL Frohnlach über 90 Minuten aber nie richtig ins Spiel. Schmerzlich vermissten die Zuschauer das zuletzt hochgelobte Kombinationsspiel von Fugmann, Sudol & Co. Geschickt machten die Gäste schon im Mittelfeld die Räume eng und den Hausherren damit das Leben schwer.

Offensichtlich haben die letzten Wochen doch mehr Kraft und Energie gekostet als mancher wahr haben will. Aber: Die Frankenwälder zierten nach acht Spieltagen das Tabellenende und katapultierten sich bis zum vergangenen Wochenende auf den Bayernliga-Relegationsplatz.

Früh hätte der agile Sturmführer Nico Fröba die Partie zugunsten der "Grün-Weißen" entscheiden können. Zunächst scheiterte er an einem VfL-Verteidiger (8.), dann zischte sein strammer Schuss aus 18 Metern um Haaresbreite am Pfosten vorbei (15.). Auf der anderen Seite ging es Tayfun Peker mit einem Schuss aus der zweiten Reihe nicht besser. Fröba hatte dann, von Hendrik Marzog vorbildlich bedient, die nächste Einschussmöglichkeit, scheiterte aber erneut an der massiert stehenden Gästeabwehr.

Fehlpassfestival

Mitte der ersten Halbzeit verflachte das Spiel zusehends, und beide Teams boten den gelangweilten Zuschauern ein wahrhaftes Fehlpassfestival. Der früh eingewechselte Marcel Schöpf machte vor der Pause mit einem Distanzschuss auf sich aufmerksam, ohne erfolgreich zu sein.

Auch nach dem Seitenwechsel wurde das Niveau nicht ansprechender. Frank Fugmann, der diesmal keine zündenden Ideen hatte, verpasste per Kopf. Nico Fröba rutschte knapp am Leder vorbei und hob Minuten später den Ball übers Gehäuse. Der VfL witterte Morgenluft und ergriff seinerseits die Initiative. Aber auch die Angriffsbemühungen der Gäste blieben Stückwerk. Pech hatte Daniel Alles mit einem Flachschuss neben das Aluminium (55.).

In der Schlussphase nahm die Begegnung dann doch noch einmal Fahrt auf. Nils Firnschild stand frei vor Torwart Michael Krug, nahm den Ball gekonnt mit der Brust auf, und drosch ihn dann volley über der Querbalken. Die letzte Chance machte Routinier Siggi Kirschbauer mit einem sensationellen Reflex zunichte, als er einen Schuss von Dominic Graf aus vier Metern mit dem Fuß abwehrte und damit seinen Kameraden wenigstens einen Punkt rettete.

Schiedsrichter Maximilian Ziegler trug mit vielen überflüssigen Pfiffen auch nicht gerade zum Spielfluss der außerordentlich fairen Partie bei.

SV Friesen: Kirschbauer - Woitschitzke, Roger, Meyer (57. Kestel), Köcher (76. Gleich), Zwosta, Fugmann, Marzog (58. Nützel), Sudol, Firnschild, Fröba
VfL Frohnlach II: Krug - Knie (11. Schöpf), Graf, Göhring, Rebhan, Lauerbach, Fischer, L. Werner (60. Schülein), Hartmann, Alles, Peker
SR: Ziegler (Lindach)
Zuschauer: 240
Gelbe Karten: Meyer, Fugmann, Kestel / Werner, Hartmann, Schülein jg