Erst nach dem Seitenwechsel brachten die zunächst auf die Bank verbannten René Schubart und Marcel Lindner neuen Schwung in die Offensivabteilung. Festzustellen gilt, dass die Böger-Truppe bis zum Schlusspfiff an sich selber glaubte und absoluten Siegeswillen bewies, wenngleich viele Angriffe regelrecht verpatzt wurden.
"Wir haben uns spielerisch richtig schwer getan. Wichtig waren heute aber in erster Linie die drei Punkte, denn es gibt Phasen in einer Saison, in denen es einfach nicht nach Wunsch läuft, trotzdem muss eine ambitionierte Mannschaft punkten. Das haben wir gegen einen Gegner geschafft, den wir letztes Jahr nicht besiegen konnten und der nur knapp hinter uns Vizemeister wurde. Und wenn Frank Fugmann seinen Elfer verwandelt, gewinnen wir wahrscheinlich sogar höher.
Wer das Duell aber rein von der deutlichen Tabellensituation aus betrachtet hat, lag falsch, so schlecht sind diese Röslauer nicht", kommentierte Trainer Christoph Böger.
Die Partie begann munter. Ein Scharfschuss von Maurice Koch strich um Haaresbreite übers Gebälk. Und auf der anderen Seite hatten die Hausherren Glück, als Florian Spörl nach feinem Pass von Rasim Yavuz nur den Innenpfosten traf (2./6.). Bis zur Pause gibt es aber nur wenig zu berichten. Nico Fröba scheiterte an einem FC-Verteidiger, nachdem er von Kevin Roger in die Gasse geschickt worden war. Und Aleksander Hurec drosch das Leder freistehend über die Latte, als Torwart Sebastian Blechschmidt einen Distanzschuss von Frank Fugmann nur mit Mühe abklatschen konnten (11./14.).

Gäste berennen das Tor


Nach dem Wiederanpfiff waren es die Gäste, die das Tor der Einheimischen berannten und den souveränen Schlussmann Tobias Mayer gleich mehrfach zu Glanzparaden zwangen. Toll parierte er einen Schuss des starken Lukas Zakrzewski. Auch beim Nachschuss von Fabian Dippold verhinderte Mayer mit großartigem Reflex einen drohenden Rückstand (61.). Die größte Chance des Spiels bot sich Rasim Yavuz. Florian Spörl war alleine auf Torwart Mayer zugelaufen, der erneut bravourös reagierte. Yavuz sprang der Ball vor die Füße, doch konnte er das Spielgerät nicht im Tor unterbringen.
Endlich schien der SV Friesen aus seiner Lethargie erwacht. Energisch setzte sich Marcel Lindner auf der rechten Außenbahn durch, passte maßgenau zu Goalgetter Aleksander Hurec, der per Dropkick seinen zehnten Saisontreffer markierte (68.). Als der durchgestartete René Schubart im Strafraum rüde von den Beinen geholt worden war, ließ sich der sonst so sichere Elfmeterschütze Frank Fugmann die Chance zur Resultatsverbesserung entgehen und scheiterte an Sebastian Blechschmidt (72.).
Friesen wird sich weiter steigern und zu alter Form zurückfinden müssen, um den angestrebten zweiten Platz zu verteidigen. Schiedsrichter Andreas Wörtmann leitete die faire Begegnung ohne Probleme.
SV Friesen: Mayer - Zwosta, Roger, Meyer, Martin, Fugmann, Hurec, Koch (46. Schubart), Fröba (67. Müller), Dalke, Rebhan (46. Lindner).
FC Röslau: Blechschmidt - Zakrzewski, Smrha, Spörl, Sieg, Walther, Pollak (32. Kompas), Neumann (76. Knoblauch), Dippold, Yavuz, Mahmud (79. Benker).
Tor: 1:0 Hurec (68.) / SR: Wörtmann (TSV Wülfingen) / Zuschauer: 100.