Nach langer Durststrecke hatte der SV endlich wieder Grund zum Jubeln. Nach den beiden Siegen vom Osterwochenende sind die Chancen auf den Klassenerhalt deutlich gestiegen.

SV Friesen -
SV Seligenporten II 3:1 (1:0)

Die Heimelf spielte offensiv, zweikampfstark und zeigte den nötigen Siegeswillen. Anders als zuletzt war man von Beginn an präsent und ging aggressiv in die Zweikämpfe.
Die erste Chance bot sich bereits in der 7. Minute, als Frank Fugmann in den gegnerischen Strafraum eindrang, den Torwart umspielte und mit einer flachen Hereingabe, die nur knapp am Tor vorbeistrich, aufhorchen ließ. Doch auch die Gäste versteckten sich nicht. Immer wieder kamen sie mit dem auffälligen Songsik Shin gefährlich über rechts. Nach einem Foul im Friesener Strafraum zeigte der souveräne Schiedsrichter Söllner auf den Elfmeterpunkt.
Doch der Torwart Manuel Fröba, der eine hervorragende Partie spielte, parierte den von Ruhrseitz getretenen Strafstoß (16.).
In der Folgezeit wurden die Offensivbemühungen der Hausherren stärker. In der 23. Minute setzte sich Hannes Nützel durch und bediente den gut postierten Marco Bernegg, der das 1:0 erzielte. Die Friesener machten weiterhin Druck; Brandt und Firnschild hatten weitere gute Torchancen. In der 34. Minute legte Frank Fugmann den Ball gefühlvoll für André Zapf auf, dessen strammer Schuss den rechten Torpfosten traf. Eine Minute später wären die Gäste fast zum Ausgleich gekommen, doch Manuel Fröba wehrte mit einer Glanzparade einen gewaltigen Schuss von Scherer ab.
Die letzten zehn Minuten vor der Halbzeit gehörten ganz der Heimelf, die sich zwei weitere dicke Torchancen erspielte, als Brandt zunächst schön für Bernegg und später für Zapf auflegte, die nur knapp das Tor verfehlten.
Nach Wiederanpfiff drüngten die Gäste auf den Ausgleich. Einen Schuss von Ammon konnte der Fröba noch gekonnt abwehren, doch im Nachschuss aus 16 Metern traf Mohammad Agha unhaltbar zum 1:1. Wer gedacht hatte, die Mannschaft von Trainer Carlo Werner würde sich dadurch einschüchtern lassen, sah sich getäuscht. Die Hausherren machten nämlich mit großem Einsatz, Spielfreude und Zug zum Tor weiter. Das gut aufgelegte Mittelfeld um Christian Brandt hatte die Fäden fest in der Hand, und immer wieder war es Hannes Nützel, der gefährlich im gegnerischen Strafraum auftauchte.
In der 58. Minute flankte Zapf nach innen, wo Bernegg erneut zur Stelle war und ungehindert zum verdienten 2:1 einköpfte. Die Friesener hielten den Druck hoch und kamen immer wieder zu guten Chancen. Vom Gegner war nicht mehr allzu viel zu sehen, abgesehen von einem Distanzschuss des spielfreudigen Agha, den jedoch Manuela Fröba erneut hervorragend parieren konnte. Wenig später setzte sich Hendric Marzog eindrucksvoll durch und legte abermals für Bernegg auf, der wahre Torjägerqualitäten zeigte und den Ball sicher zum 3:1 im gegnerischen Tor versenkte (67.).
Die Friesener Elf ließ an diesem Tag nichts anbrennen. Die Defensive stand vor allem in der zweiten Halbzeit sicher, das Mittelfeld zeigte Spielwitz und Passgenauigkeit, und die Offensivabteilung schloss meist gefährlich ab. Als der gute Schiedsrichter Söllner das Spiel abpfiff, spendeten die begeisterten Friesener Fans der Mannschaft Beifall.

SV Friesen:
M. Fröba - Roger, Zwosta, Firnschild, Sudol, Zapf, Fugmann, Nützel, Brandt (82. Woitschitzke), Bernegg (88. Kestel), Marzog (75. Gleich)
SV Seligenporten II: Glaß - Gil (52. Basoglu), S. Wimmer (72. Kahve), Scherer, Wittmann, A. Meyer, K. Agha, Shin (67. Seitz), Ammon, F. Agha, Ruhrseitz
Tore: 1:0 Bernegg (40.), 1:1 Agha (48.), 2:1 Bernegg (58.), 3:1 Bernegg (67.)
SR: Söllner (Schonungen)
Zuschauer: 130
Gelbe Karten: Bernegg, Zapf, Sudol / Ruhrseitz, Wittmann


SV Friesen -
FSV Stadeln 2:1 (1:1)

Nach dem Sieg gegen Seligenporten II legten die "Flößer" gestern nach. Tugenden wie Kampfgeist, Einsatz und unbedingter Siegeswille waren bei allen SV-Akteuren deutlich zu spüren. Dies lässt für die verbleibenden acht Spiele hoffen.
Die erste Möglichkeit hatten die Gäste, als Strobel gegen den Friesener Torhüter das Nachsehen hatte. Die Gäste entwickelten zunächst den größeren Offensivdrang und kamen immer wieder schnell nach vorne, ohne sich jedoch klare Torchancen zu erspielen. In der 16. Minute ließen die Gastgeber zum ersten Mal aufhorchen, als Spielmacher Christian Brandt nach schöner Hereingabe von Marco Bernegg an Torhüter Surmann scheiterte. Im direkten Gegenzug hätten die Gäste in Führung gehen können, doch vergab der alleine vor dem SV-Gehäuse auftauchende Bauer kläglich.
Der immer stärker werdende Brandt sowie Bernegg hätten die Friesener in Front hätten bringen können, doch war den "Flößern" bis dahin das Glück nicht hold. Danach verflachte das Spiel etwas. In der 35. Minute ließen die Gäste durch einen sehenswerten Schuss von Pfeifer aufhorchen, der jedoch von SV-Keeper Manuel Fröba glänzend pariert wurde.
Eine Minute später gingen die Gäste durch ein unglückliches Eigentor eines SV-Akteurs nach einer Ecke in Führung (36.). Die Friesener zeigte sich allerdings keineswegs geschockt, sondern antworteten im Gegenzug mit dem Ausgleich durch einen Flachschuss von Brandt, der wunderbar vom ebenfalls sehr auffälligen Hendric Marzog bedient wurde (37.). Kurz vor der Halbzeit bot sich den Gästen eine weitere Großchance, doch den wuchtigen Kopfball von Strobel konnte Manuel Fröba bravourös abwehren.
Nach der Pause nahmen die Friesener sofort das Heft in die Hand. Dominik Zwosta passte scharf nach innen zu Nils Firnschild, der den Ball über das gegnerische Tor hämmerte. Wenig vergab s Christian Brandt nach schönem Zuspiel von André Zapf eine weitere Chance. Die SV-Akteure steckten nicht auf. Brandt setzte sich gut über links durch, legte zurück auf Zapf, der das Leder über das Tor drosch.
In der Folgezeit erhöhten die Gäste den Druck und kamen zu guten Chancen. Das Spiel stand auf des Messers Schneide, bis Marco Bernegg mit einer Steilvorlage Nils Firnschild bediente, der unter dem Jubel der Friesener Fans eiskalt zum 2:1 einschob (69.). Befreit von diesem lang ersehnten Tor spielten die Flößer weiterhin mutig nach vorne und standen in der Defensive jetzt sicherer. Erst gegen Ende der Partei erarbeiteten sich die Gäste noch die eine oder andere Torchance, scheiterten aber an der SV-Abwehr mit dem überragenden Torwart Fröba. Schiedsrichter Michael Krug leitete die Partie souverän.
SV Friesen: M. Fröba - Roger, Zwosta, Zapf, Fugmann, Nützel (65. Gleich), Marzog (75. Woitschitzke), Brandt,Sudol, Firnschild
FSV Stadeln: Krieger - Wölfel, Cortus, Strobel, Lennert, Meier, Pfeifer (46. Spahn), Riese (65. S. Reischl), Gräf, Traut, Bauer (75. T. Reischl)
Tore: 0:1 Eigentor Nützel (37.), 1:1 Brandt (38.), 2:1 Firnschild (71.)
SR: Krug (SB Versbach)
Zuschauer: 165
Gelbe Karten: Brandt - Gräf, Wölfel, Lennert, Cortus, Traut