Natürlich geht jede Serie einmal zu Ende, denn sonst hätte sie ihre Bezeichnung nicht verdient. Den zuletzt stark auftrumpfenden SV Friesen erwischte es ausgerechnet im 13. Spiel. Diese Niederlage war unnötig, unglücklich allemal.

Gleichwohl haben die Mannen des ehrgeizigen Trainers Andreas Lang wieder einmal bewiesen, dass sie gegen die Spitzenteams der Landesliga problemlos mithalten können. Letztendlich schlugen sich die Frankenwälder selbst, denn zwei Eigentore in einer bis zum Schluss ausgeglichenen Begegnung sind doch eine Rarität.
Beide Mannschaften tasteten sich zunächst ab. Mit einem eher zaghaften Schuss stellte Frank Fugmann Torhüter Daniel Tantinger nicht wirklich vor ein Problem (20.). Erstmals zeigte Minuten später der starke Daniel Sand sein Können, ließ mit einem Übersteiger seinen Bewacher stehen, drosch den Ball aber knapp übers Gebälk.
Die nächste gut Chance bot sich Gästestürmer Dominik Gentes, doch verfehlte sein Kopfball um Zentimeter das Ziel ( 35.).

Der SV Friesen schien nunmehr erwacht. Energisch setzte sich in seiner typischen Art Leitungsträger Patrick Sudol auf rechts durch und bediente Goalgetter Frank Fugmann, der mit seinem schwächeren rechten Fuß zum 1:0 ins lange Eck traf (40.). Noch vor der Pause ballerte der agile Udo Brehm den Ball an den SV-Pfosten.
Nach dem Wiederanpfiff versetzte TSV-Stürmer Daniel Sand die Einheimischen in einen Schockzustand, als er das Leder an die Unterlatte und von dorf ins Tor von Siggi Kirschbauer zimmerte. Die Mittelfranken hatten in der Folgezeit mehr Spielanteile und machten den "Flößern" mit kompromisslosem Forechecking das Leben schwer. Es dauerte bis zur 60. Minute, ehe der junge Hendric Marzog nach guter Vorarbeit von Elias Köcher knapp verzog.

Unaufhaltsam marschierte wenig später Kevin Roger durch die Bucher Reihen und jagte den Ball an den Pfosten. Torjäger Frank Fugmann hatte aufgepasst und verwertete den Abpraller zur erneuten Führung. Gegen den durchgelaufenen Eberlein musste dann Siggi Kirschbauer Kopf und Kragen riskieren, um den Ausgleich zu verhindern. Erneut hatte auf der anderen Seite Hendric Marzog mit einem Distanzschuss kein Glück (67.).

Mit aller Gewalt und mit hartem Einsatz stemmten sich die Gäste gegen die drohende Niederlage. Letztendlich brauchten sie die Mithilfe der Hausherren, um als Sieger vom Platz zugehen. Ausgerechnet Patrick Sudol streifte nach einem Freistoß das Leder über den Scheitel, und der Ball landete zum 2:2 im eigenem Netz (73.). Der SV Friesen war keineswegs entmutigt. Einen Scharfschuss von Hannes Nützel blockte ein Gästeverteidiger ab, und Hendric Marzog setzte den Ball um Haaresbreite neben den kurzen Pfosten. In der Nachspielzeit lenkte nach einer überflüssigen Ecke Elias Köcher einen Gewaltschuss von Udo Brehm zum Entsetzen der heimischen Fans ins eigene Tor.

Fast wäre dem SV mit dem Schlusspfiff noch der verdiente Ausgleich gelungen, doch parierte Tantinger einen nicht allzu platzierten Schuss des talentierten Nils Firnschild. Schiedsrichter Marcel Bargel leitete die teilweise hektische Partie souverän.

SV Friesen: Kirschbauer - Woitschitzke, Roger, Meyer, Nützel, Fugmann, Marzog, Gleich (72. Stammberger), Sudol, Köcher, Firnschild
TSV Buch: Tantinger - Marciano, Metz, Fleischmann, Reichel, Brehm, Örtel, Botzel (72. Kupfer), Eberlein, Sand (84. Seischab), Gentes (61. Schreiner)
Tore: 1:0 Fugmann (41.), 1:1 Sand (47.), 2:1 Fugmann (65.), 2:2 Eigentor (72.), 2:3 Eigentore (92.)
SR: Bargel (Bad Staffelstein)
Zuschauer: 220
Gelbe Karten: Köcher, Sudol / Brehm, Potzel, Eberlein