Große Freude herrscht beim TSV 1860 Tettau in der Schach-Abteilung über den Sieg von Friedl Tomaschko beim Kreis-Einzel-Pokal-Endspiel. In einer interessanten und spannenden Partie besiegte der Tettauer Spitzenspieler seinen Gegner Leon Bauer vom SC Neustadt, der nach der DWZ (Deutsche Wertungszahl) viel höher eingestuft ist als Tomaschko.

Nach der komplizierten Eröffnung vom Neustadter Bauer musste der mit den schwarzen Figuren spielende Tomaschko schon sein ganzes Können aufbieten, um nicht in Nachteil zu geraden. Das Bauernopfer im sechsten Zug brachte für den Tettauer jedoch Tempovorteil sowie Entwicklungsvorsprung und somit immerwährenden Druck auf Dame und König.

Allein der weiße Läufer von Bauer auf der langen Diagonalen sah sehr bedrohlich aus. Mit Unterstützung eines Turmes neben seinem eingesperrten König und seiner Dame war die Partie schon fast ausgeglichen. Der Angriff dieses Läufers auf die Königsstellung von Tomaschko führte aber dann schon zur eigentlichen Vorentscheidung, denn der scheinbar unabwendbare Bauerngewinn in der Königsstellung des Tettauers war die gestellte Falle, die Bauer nicht erkannte und den schwarzen Bauern schlug.

Sofort kam das Schachgebot mit der Dame und der weiße Läufer wurde Opfer seines voreiligen Angriffs. Mit diesem Figurengewinn spielte Tomaschko souverän die Partie bis zum 34. Zug zu Ende, wo ein unabwendbares Matt drohte. Leon Bauer gab auf.

Die fair geführte Partie hat mit Friedrich Tomaschko einen verdienten Pokalgewinner. Er hatte sich zuvor mit Siegen über Andreas Fischer (SC Oberlauter) und Gerd Schillig (SC Weidhausen) für das Finale qualifiziert. Der Pokalsieger nimmt nun auf oberfränkischer und bayerischer Ebene am weiteren Wettbewerb teil. red