Nicht erst mit der Sondersituation der Corona-Pandemie stellt sich heraus, wie wichtig die Sicherheitswacht im Kreis Kronach als bürgernahes Bindeglied zwischen der Polizei und den Menschen im Einsatzbereich ist. Zehn Jahre nachdem 1994 der Startschuss für die Sicherheitswachten in Bayern (Nürnberg, Deggendorf, Ingolstadt) gegeben worden war, folgte ihre Gründung in Kronach. 2005 gingen schließlich die ersten zehn Mitglieder auf Patrouille.

"In neun von 18 Gemeinden des Landkreises ist die Sicherheitswacht heute unterwegs", stellte Gerhard Anders von der Kronacher Polizei fest. Vier der Gründungsmitglieder zeichnete er als zuständiger Beamter gemeinsam mit Polizeichef Matthias Schuhbäck aus. Beide Polizisten unterstrichen, wie stolz die Geehrten Michael Apel, Torsten Schmidt, Wolfgang Gottelt und Harald Scherbel auf die zahllosen ehrenamtlichen Stunden sein dürfen, die sie für ihre Mitbürger schon geleistet haben. "Sie tragen einen wichtigen Teil zur Sicherheit in den Kommunen bei", bescheinigte Schuhbäck den Geehrten und ihren aktuell vier weiteren Kolleginnen und Kollegen.

Scherbel animierte dazu, sich der Sicherheitswacht anzuschließen. Der Dienst berge die unterschiedlichsten Herausforderungen. Dadurch nehme ein Sicherheitswachtler sehr viele Erfahrungen für sein privates Leben mit. Und das Miteinander mit den Kronacher Polizeibeamten sei hervorragend. Nur so lasse es sich vereinbaren, diese anspruchsvolle Aufgabe mit dem notwendigen Ernst anzugehen, aber gleichzeitig Freude an der Herausforderung zu haben.

Es ist ruhiger in Kronachs Innenstadt geworden

Torsten Schmidt wies darauf hin, dass die Sicherheitswacht über die Jahre auch ihren Teil dazu beigetragen hat, dass Problembereiche wie der Bahnhof oder der Stadtgraben ("Da hat sich niemand getraut, durchzulaufen.") in Kronach entschärft wurden. "Den Bürgern ein bisschen mehr Sicherheit zu vermitteln - und wenn's durch ein Gespräch ist", darin sieht Schmidt die wichtige Aufgabe der Sicherheitswacht. Die Kronacher Sicherheitswacht steht übrigens weiter offen für Interessierte. Wer sich ihr gerne anschließen möchte, kann sich bei der Dienststelle in Kronach melden.