Kronach — Ein großes Sommerkonzert versprach Schulleiter Klaus Morsch den Gästen des Sommerkonzerts des Frankenwald-Gymnasiums in der vollbesetzten Aula der Maximilian-von-Welsch-Realschule - und er konnte sein Versprechen einlösen: Über 150 Mitwirkende boten gut 120 Minuten "ganz, ganz großes Kino" (Morsch), bei dem die Freude an der Musik und der Spaß am gemeinsamen Musizieren stets zu spüren waren.
Von Johann Sebastian Bach bis Pharrell Williams, vom Barock bis zur Filmmusik spannte sich der musikalische Bogen, den die fünf Musiklehrkräfte des Frankenwald-Gymnasiums zusammen mit ihren Schülern boten.
Bereits der Auftakt zum Konzert in klassischer Besetzung (Kleines Orchester) mit zwei Titeln der Popgruppe Abba gelang schwungvoll und vielversprechend.
Bei "Mamma mia" war dann auch erstmals das neue Marimbafon zu hören, das im Frühjahr vom Förderverein "Freunde des FWG" an die Fachschaft Musik übergeben worden war.
Mit drei Titeln bewies die Chorklasse 6c, was sie in den zwei Jahren gelernt hatte: Sehr gefühlvoll und von einer choreigenen Rhythmus-Gruppe sowie Ulrike Gossel am Cello unterstützt, präsentierte sie "We have a dream" sowie a capella das Quodlibet "Dudapda" und den Chart-Hit "Big big world".Die ganze Bandbreite der musikalischen Möglichkeiten stellten zwei Instrumental-Ensemble vor. Während das Percussion-Ensemble mit der "Time Machine" in die Welt der Programmmusik entführte, bot das Holzbläser-Ensemble zwei für ihre Besetzung arrangierte Titel aus zwei unterschiedlichen Musikepochen dar: die barocke "Badinerie" von Johann Sebastian Bach und den "Ungarischen Tanz Nr. 5" des Romantikers Johannes Brahms. Tapfer trotzten die Holzbläser dabei den für ihre Instrumente ungünstigen klimatischen Bedingungen und überzeugten mit einer gelungenen Darbietung.

Projektorchester sprengt Bühne

Das extra für das Konzert gegründete Projektorchester sprengte dann zum ersten Mal die große Bühne: Nicht alle der über 40 Musiker konnten auf ihr Platz finden. Doch nicht nur der Platz auf der Bühne wurde gesprengt - auch die Erwartungen des Publikums wurden weit übertroffen. Mit "The Music of James Bond" präsentierte dieses wirklich große Orchester drei Themen aus verschiedenen Bond-Filmen.
Die Früchte der Arbeit in den Chorklassen zeigten die beiden Chöre des FWG: der Unterstufenchor mit einem Medley aus "Der König der Löwen" und der Mittel- und Oberstufenchor mit vier Titel ganz unterschiedlichen Charakters. Immerhin drei mutige Jungs hatten sich zu den über 30 Mädchen der Unterstufe gewagt. Unterstützt vom Percussion-Ensemble und Florian Jungkunz am Flügel brachten sie drei Titel aus dem Disney-Klassiker auf die Bühne und überzeugten durch exakte Absprachen und gute Dynamik im teils mehrstimmigen Satz.
Wie der musikalische Weg in der Chorarbeit weitergehen könnte, zeigten schließlich die Mittel- und Oberstufenschüler des großen Chores: Während die beiden Titel "You make me happy" von Ronald Harwood (Sophia Malter an der Ukulele) und der Chart-Hit "Happy" von Pharrell Williams den Besuchern das gewünschte Schmunzeln auf die Lippen zauberten, verleiteten die beiden anderen Titel zum Träumen. Zunächst brachte Lukas Thiel bei "She's the one" das Publikum zum Staunen: Gefühlvoll begleitet vom Chor (a capella) und Ulrike Gossel (Cello) überzeugte er mit seiner warmen Stimme als Solist. Absolute Gänsehaut-Garantie bot schließlich der Robbie-Williams-Klassiker "Angels", mit dem der Chor nochmals sein ganzes Können unter Beweis stellte.
Der Swing-Klassiker "In the mood" läutete das große musikalische Finale des Sommerkonzerts ein. Die 20-köpfige Big-Band heizte zwei Wochen nach ihrem großen Konzert in Steinwiesen die Stimmung nochmals an. Wenn Zugaben mitten im Konzert gegeben werden, wie im Fall der Big-Band, und deren Pianist ohne Noten und nur auf Zuruf der entsprechenden Tonart diese nicht eingeplante Zugabe begleitet, wenn Musiklehrer und Kollegen anderer Fächer ganz selbstverständlich im Orchester oder Chor ihren Platz einnehmen und zusammen mit ihren Schülern musizieren, dann wird einmal mehr deutlich, was der Begriff "Schulfamilie" im besten Sinne bedeuten kann. red