Das Thema ergab sich aus der Auswahl der Arbeiten, die den Raum, den Körper oder auch deren Zusammenwirken zum Ausdruck bringen. Es galt zum Beispiel, den eigenen Körper mit der Fotokamera abzubilden und sich dabei zu verrenken, um interessante Stellen erreichbar zu machen, die dann in ihrer Nahsicht paradoxerweise mehr an weite Landschaftsräume als an körperliche Nähe denken lassen. Handeln im Raum wird auch ablesbar an den Nagelstrukturen auf einfachen Holzträgern. Hier spürt man nicht nur die Enge der dicht aneinander geschlagenen Nägel, sondern gleichzeitig ihre Expansion in den Raum.

Ein Spiel mit den Facetten


Als Designaufgabe übernehmen Stuhlmodelle eine Mittlerrolle zwischen dem menschlichen Körper und seiner Position im Raum. Lichtobjekte zielen als Leuchtkörper auf eine direkte Raumwirkung. Daneben gestatten streng maßstäbliche Architekturzeichnungen des eigenen Zimmers einen Einblick in die Wohnsituation der jeweiligen Zeichner.
Schwebend leicht begegnen dem Betrachter noch einmal lebensgroße Figuren aus gelötetem Draht. Um einen Kleiderbügel herum entwickelt, der sinniger Weise gleich als Aufhängung fungiert, spielen sie mit den Facetten Körper, Kleidung und Gestalt, bilden dabei als Drahtzeichnungen ab und sind doch gleichzeitig selbst Objekt.
Die vielfältige und gleichzeitig auch thematisch aufgefasste Ausstellung bietet einen umfangreichen Einblick in die kreative Arbeit der jungen Künstler. Zur Vernissage am Sonntagabend wird das Ausstellungsthema von Schülerinnen und Schülern auch musikalisch und tänzerisch zum Ausdruck gebracht. An alle Kunstfreunde ergeht Einladung.