Es ging zum einen um die Lärmsanierung mit Park- und Gehwegflächengestaltung entlang der B 85 im Bereich vom Rathaus bis Autohaus Vetter, zum anderen beschäftigte sich das Gremium auch mit einer möglichen Objekt- und Orientierungsbeleuchtung.

Worum geht es? Das Staatliche Bauamt will im oben erwähnten Bereich ab August 2015 Straßenbauarbeiten vornehmen und auch einen Flüsterasphalt auf der B 85 aufbringen. Die Stadt wird in diesem Bereich den Gehweg in Angriff nehmen. Zudem stehen die Kanalsanierung und Wasserbaumaßnahmen an. Ein Förderantrag wurde eingereicht.

Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD) bezeichnete diese Maßnahmen im Innenstadtbereich als eine städtebauliche Aufwertung. Die Kosten für die Stadt betragen 172 000 Euro, davon werden Förderungen in Höhe von 96 000 Euro erwartet.

Von der Regierung von Oberfranken wurden nun Anregungen gebracht.
Dabei geht es um die Anbringung von Ruhebänken, Abfalleimern, um eine Optimierung der Verteilung der Stellplätze, um eine Mindestgehwegbreite und um die Überarbeitung der Gestaltung der Grünfläche an der Loquitzbrücke. Bei diesen Punkten hatte das Gremium nichts einzuwenden.

Vorgeschlagen wurde aber auch eine Objektbeleuchtung bei der Marienkapelle, Rathaus, bei der Raiffeisen-Volkksbank und Sparkasse. Zudem sollte der Bereich der Fußgängerampel durch bodengleiche LED-Streifen akzentuiert werden. Die Kosten für das Stadtmobiliar wurden mit rund 10 000 Euro, die für die Objekt- und Orientierungsbeleuchtung mit rund 30 000 Euro beziffert. Beim letztgenannten Projekt wurde eine Förderung in Höhe 17 000 in Aussicht gestellt.

Dem Bürgermeister gefiel dieser Gedanke. Dadurch könne man Objekte in Szene setzen. Es wäre für Ludwigsstadt eine Aufwertung. David Martin (CSU) dagegen rechnete vor, dass man für 17 000 Euro den Stadtteil Ebersdorf 25 Jahre lang an den Wochenenden durchgehend beleuchten könnte. In Ebersdorf brennen die Straßenlaternen aufgrund der angespannten Finanzlage - ebenso wie im Stadtgebiet - von ein bis fünf Uhr nicht.

Damit die jungen Leute von Ebersdorf sich an den Wochenenden auf dem Nachhausweg nicht im Dunkeln bewegen müssen, übernimmt die JU Ebersdorf die Stromkosten während dieser Zeit. 672 Euro spendet die JU für diesen Zweck pro Jahr an die Stadt.

"An die Zukunft denken"

Andreas Rentsch (SPD) sprach sich dafür aus, nur die Marienkapelle und das Rathaus als Wahrzeichen der Stadt zu beleuchten. "Man sollte nicht so engstirnig sein sondern an die Zukunft denken!", so Hubert Bischoff (SPD). Er bezeichnete die Objektbeleuchtung als Leuchtturmprojekt. Der dritte Bürgermeister erwähnte die Erfolge von Ludwigsstadt und sprach davon, dass die Stadt anderen Gemeinden voraus sei.

Letztendlich fasste das Gremium den Beschluss, den Punkt Objekt- und Orientierungsbeleuchtung nochmals zu diskutieren und zu konkretisieren. Zudem soll sich der Bauausschuss mit dieser Thematik befassen.
Einstimmig wurde die Vergabe der Wasserleitungen beschlossen. Den Auftrag erhielt die Kronacher Firma Krumpholz zu einem Angebotspreis von 312 225 Euro brutto.

Die Vergabe der Kanalsanierung ging an die Firma Swietelsky-Faber zum Preis für 84 736 Euro. Weiterhin wurden die Straßenbauarbeiten in der Feldstraße und Wiesenstraße an das Unternehmen AS-Bau in Hof zum Angebot von 169 207 Euro vergeben. Bei dieser Maßnahme beträgt der Anteil der Stadt 138 758 Euro.

Bei der Erneuerung der Straßenbeleuchtung im Wiesenweg sprach sich das Gremium für vier LED Leuchtstelen zum Preis von 15 208 Euro aus. Martin Schmidt (CSU) bat den Bürgermeister, das Burgfest in Lauenstein und das Stadtspektakel in Kronach sei seinem Kollegen anzusprechen. Es sei nicht gut, dass diese Veranstaltungen nahezu zeitgleich stattfinden.

Er wies darauf, dass das Burgfest seit Mitte der 1980er- Jahre alle zwei Jahre in Lauenstein stattfindet und seinen festen Platz im Terminkalender hatte. Erst in den 1990er-Jahren wurde das Historische Stadtspektakel aus der Taufe gehoben.