Bischof Otto II. von Bamberg übertrug laut Urkunde vom 19. Juli 1180 an das Kloster Langheim unter anderem Richs, wie Reitsch einst genannt wurde.
Bereits 1197 wurde das Dorf bereits zum zweiten Male erwähnt. Der Kronacher Pfarrer Chunrad beklagte den Verlust des Zehnten, der mit Genehmigung des Bischofs Otto angeblich an Langheim übertragen wurde. 1323 wurde auch ein Hain bei Reitsch genannt. Bei dem Verkauf des Eygen Teuschnitz durch das Klosterlangheim - die Mönche hatten große Geldprobleme - an Bamberg im Jahr 1388 wurden ein Gut in Reitsch sowie eine Wustung im oberen Reitsch (Grün) erwähnt.Zwischen 1417 und 1647 stand dieser Ort im Schutze thüringischer Edelleute. Allerdings erwies sich der 1631 neu ausgestellte Schutzbrief als Reinfall, denn als 1632 die Schweden in Kronach unverrichteter Dinge abzogen, verschonten sie beim Rückzug auch Reitsch nicht.

Über 300 Bergleute


Große Bedeutung nahm der Steinkohlenbergbau ein, der urkundlich gesehen immerhin bis 1582 zurückreicht. Vor allem aus Hesselbach und Wilhelmsthal waren einst zahlreiche Knappen in Reitsch beschäftigt. Nach dem Ersten Weltkrieg arbeiteten zeitweise mehr als 300 Bergleute in der König-Ludwig-Zeche (früher Büttnerszeche).
Allerdings erinnert heute nur noch wenig daran, dass einst am Grünbach östlich von Reitsch ein blühender Bergbau mit einer sehr wechselvollen Geschichte bestand. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam 1949 das endgültige Aus für den Kohlenabbau.

Geschichte der Schule


Die Geschichte der Schule Reitsch begann offiziell im Jahr 1841. Das Gemeindehaus diente als erste Unterkunft. Von 1872 bis 1912 waren dann die Schüler im "Nüsslein-Haus" untergebracht. Weitere Schulhausbauten folgten am 4. November 1912 und zuletzt am 6. November 1966. Schulreform und Raumplanung erforderten nach dem Zweiten Weltkrieg ein hohes Maß an Engagement im Ringen um eine optimale Lösung bei der Neuordnung der schulischen Verhältnisse im unteren Haßlachtal. Bemerkenswerte Vorarbeit dafür leisteten die beiden damaligen Bürgermeister Georg Wolf (Reitsch) und Franz Detsch (Haßlach).

Heilig-Kreuz-Kirche


Einen hohen Stellenwert nahm die kirchliche Entwicklung ein. 1894 entstand auf dem ehemaligen Gänseanger die schmucke Marienkapelle. 1952/1953 folgte dann der Bau der Heilig-Kreuz-Kirche, die durch Erzbischof Josef Otto Kolb eingeweiht wurde. Zu einem weiteren bedeutenden Ereignis gestaltete sich 1971 die Weihe der erweiterten und völlig erneuerten Heilig-Kreuz-Kirche. Die Konsekration erfolgte durch Weihbischof Martin Wiesend, der vor allem die beachtliche Opferbereitschaft der Reitscher würdigte.

800-Jahrfeier


Einer der ganz großen Höhepunkte der Dorfgemeinschaft war 1980 die 800-Jahrfeier unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Michael Lang (CSU) mit einem historischen Festzug, den der bayerische Staatssekretär im Innenministerium, Franz Neubauer, anführte.

Am Donnerstag findet in Reitsch die Veranstaltung "FT bei uns" statt. Beginn ist um 19.30 Uhr im Sportheim.