"Ihr habt Durchhaltevermögen bewiesen, denn Schule fordert Durchhaltevermögen und Disziplin. Deshalb wird die Schule auch oft mal kritisiert: Hier ist es so stressig! Hier ist es gar nicht chillig!", erklärte Rektorin Christa Bänisch. Dabei werde Schule nie mit dem technischen Fortschritt und der Realität mithalten können. "Eines aber kann und muss sie sogar: Sie muss Jugendlichen eine Arbeitshaltung anerziehen und Werte vermitteln, die es ermöglichen mit dem immer rasanteren Wandel zurechtzukommen", so die Rektorin.

"Motivation entsteht nicht durch Animation, sondern durch die Erfahrung, dass ich etwas kann. Vieles, was wir deshalb in den Massenmedien über die so genannte gute Schule hören, ist oftmals fragwürdig!", betonte sie. Die Schule könne kein reiner Vergnügungsort sein.
"Denn das echte Leben ist kein Ponyhof."

Lehrer haben gute Arbeit geleistet

Einen gewichtigen Anteil am Erfolg des diesjährigen Abschlussjahrgangs hätten nicht zuletzt die Lehrer, die viele Jahre mit den heutigen Absolventen gearbeitet hätten, so Christa Bänisch, die hinzufügte: "Dass diese Arbeit nicht immer einfach war, muss hier nicht erwähnt werden. Dass sie sich aber in jedem Fall gelohnt hat, hat sich spätestens bei der Abschlussprüfung gezeigt. Immerhin 15 Prozent aller Absolventen haben im Abschlusszeugnis eine Eins vor dem Komma." Dies zeige, auf welch hohem Niveau und mit welchem Engagement an der Maximilian-von-Welsch-Schule von den Lehrkräften gearbeitet werde.

Rektorin Christa Bänisch nutzte den Abend, um einen Wunsch an die Politik zu richten. So sei eine Sanierung der Turn- und Schwimmhalle notwendig. Dies hätten auch die Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Umfrage bestätigt.

Stürme überwunden

Elternbeiratsvorsitzende Heidi Vetterdietz beglückwünschte die Schülerinnen und Schüler zur Mittleren Reife. Eltern und Familien hätten viel mit den Schülern gelitten und gezittert. Sie seien die Wurzel, aus der die Schüler die Kraft schöpfen konnten, um den Schulalltag zu meistern. "Ihr habt es geschafft, trotz manchen Sturms die Schuljahre zu meistern, und könnt heute die Ernte in Empfang zu nehmen", so Heidi Vetterdietz. Die ehemaligen Realschüler seien nun neues Korn, das ausgesät werde, sei es in der Ausbildung oder der schulischen Weiterbildung. Die Absolventen seien somit gute Saatkörner für die Gesellschaft.

Die Schülersprecher Daniel Lampel, Nadine Neubauer und Annalena Keim blickten auf eine für sie unvergessliche Zeit mit Erfolgen und Niederlagen zurück. Letztlich überwogen ihrer Ansicht nach die positiven Dinge. Sie fanden sehr freundliche Worte für ihre Klassleiter und für ihre Lehrer: "Alle haben uns unterstützt."

"Sie werden Ihren Weg gehen"

Der weitere Landratsstellvertreter Bernd Steger (FW) zeichnete mit Nadine Neubauer (Note 1,0) aus Rothenkirchen, Dominik Hanussek (1,36) aus Gehülz, Lena Fischer (1,54) aus Knellendorf und Mariam Möbius (1,54) aus Mitwitz die besten Absolventen aus. "Es macht wirklich Spaß, heute Abend hier zu sein", sagte Steger, der auch für die Musikbeiträge ein großes Lob zollte. Er sagte zu, die gewünschte Sanierung von Turnhalle und Schwimmbad in den Gremien anzusprechen. Den Absolventen wünschte er für die Zukunft alles Gute. "Sie werden Ihren Weg gehen", war er sich sicher. Auch Konrektor Matthias Klinke gratulierte den Schülern: "Ihr habt es geschafft!"