Der April macht zum Monatsende seinem Namen alle Ehre. Wie die Polizei am Dienstagmorgen berichtet, fiel in der Nacht von Montag auf Dienstag in den höheren Lagen des Frankenwaldes im Landkreis Kronach noch einmal kräftig Neuschnee. Im Bereich von Steinbach am Wald und Ludwigsstadt sorgte die weiße Pracht für eine geschlossene Schneedecke. Einige Lkw und auch ein Linienbus blieben an Steigungen hängen.

In Ludwigsstadt blieb es glücklicherweise bei "Blechschäden". Zahlreiche Fahrzeuge blieben an Steigungen hängen. Im Bereich "Frankenwaldhochstraße" mussten über 30 Sattelzüge und mehrere Pkw einen unfreiwilligen Stopp auf der Staatsstraße zwischen der "Kalten Küche" und dem "Rennsteig" einlegen, da hier aufgrund eines querstehenden Lkw für mehrere Stunden nichts mehr vorwärts ging. Die Straßenmeisterei versuchte schnellstmöglich die Straßen zu räumen. Dies gestaltete sich jedoch aufgrund der Verkehrssituation sehr schwierig.

Weiterhin rutschte zwischen Tschirn und Teuschnitz ein Linienbus in den Graben. Eine BMW-Fahrerin versuchte an diesem vorbei zu fahren, verlor aber aufgrund von bereits aufgezogenen "Sommerreifen" die Traktion und blieb ebenfalls hängen. Die Straße musste teilweise komplett von Feuerwehrkräften aus Tschirn gesperrt werden.


Bis zu zehn Zentimetern Neuschnee im Kreis Kulmbach

Ähnlich sah es auch in den höheren Lagen im Landkreis Kulmbach aus. Hier fielen teilweise bis zu zehn Zentimeter Neuschnee. Die Straßenmeistereien waren noch einmal gefordert und versuchten mit ihren Schneepflügen die Fahrbahnen wieder schneefrei zu bekommen.
Der eine oder andere Lkw-Fahrer hatte vielleicht zu früh auf "Sommerbereifung" umgestellt, heißt es in der Meldung der Polizei.

Einen wintertypischen Einsatz erhielt eine Streife der Bayreuther Verkehrspolizei bereits am Montagmorgen. Ohne seinen Lastwagen von Schnee und Eis zu befreien war ein 53-Jähriger auf der Autobahn 9 bei Himmelkron in Richtung München unterwegs. Kurz vor dem Autobahndreieck flogen von seiner Plane Eisplatten herab und beschädigten den nachfolgenden Kleintransporter eines 20-Jährigen. Der Mann blieb glücklicherweise unverletzt. Trotz eines relativ geringen Sachschadens musste der 53-Jährige nach der Unfallaufnahme ein Bußgeld von 148 Euro noch vor seiner Weiterfahrt bezahlen.