"Ist das glitschig!" - Ein Seifenstück mit den Füßen aus einem mit Wasser gefüllten Bottich in einen anderen transportieren? Keine leichte Aufgabe! Sollte man meinen. Doch die Minis der Pfarrei St. Peter und Paul Effelter meistern diese für sie an diesem warmen Samstagnachmittag durchaus willkommene kleine Abkühlung mit Bravour. Gekonnt heben sie ein Seifenstück nach dem anderen - eingeklemmt zwischen ihren beiden Füßen - nach oben, um es dann mit Schwung und Zielgenauigkeit in die Wanne vor sich zu befördern. Ein wahrlich feucht-fröhlicher Spaß!
Die zahlenmäßig stark vertretene Ministrantengruppe aus Effelter befindet sich gerade an der neunten Spielstation des Ministrantentags der Pfarreiengemeinschaft Kronach. Einen Nachmittag lang waren alle Minis zum gemeinsamem Spiel und Spaß in und rund um die Kronacher Stadtpfarrkirche eingeladen. Ein Angebot, das auch in diesem Jahr wieder gerne von insgesamt rund 150 Teilnehmern - circa 120 Ministranten sowie 30 Betreuern und Helfern - angenommen wurde.
Der Tag begann mit einem Anspiel in der Stadtpfarrkirche, wobei das Motto des Ministrantentags vorgestellt wurde. In dem kleinen Stück unterhalten sie einige Minis vor dem Gottesdienst. Thema ist der neue Vertretungspfarrer, Pfarrer Thomas Teuchgräber aus Kronach. Ein Mini ist schlecht gelaunt und hat keinen "Bock" mehr zu ministrieren und tut sich gerade schwer mit dem Glauben. Die anderen wollen ihn motivieren: "Sicher kann dir Pfarrer Teuchgräber einen Tipp geben, wie du einen neuen Sinn für den Ministrantendienst finden kannst. Frag ihn doch mal nach seiner Motivation - nach seinem "Go for Go(l)d".
Unter diesem Thema wurde an den unterschiedlichen von den Ministrantengruppen durchlaufenen Stationen jeweils eine Person vorgestellt, die sich in Beruf oder Ehrenamt für den Glauben engagiert. Kaplan Dominik Urban, Religionslehrer Matthias Simon, Pfarrer Sven Raube, die Mesner Marga Hammer und Uli Heim, Bildungsreferent Andy Fischer, die Oblatenpatres Gottfried Hofer und Waldemar Brysch sowie Ministrantenpfarrer Detlef Pötzl - sie alle erzählten von ihrem "Go for God", sprich: von ihrer Motivation für den Glauben und für ihren Dienst. Die Stationen wurden von den Pfarreien vorbereitet und betreut. Allen Aufgaben gemein war, dass dabei nicht nur Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Konzentration gefragt war, sondern immer auch die Teamfähigkeit und der Zusammenhalt im Vordergrund standen.
Mit einem Gottesdienst endete dann auch der wieder einmal sehr gelungene Ministrantentag. In dessen Anschluss lüftete Andreas Roderer das Geheimnis, welche Gruppe den Ministrantentag für sich entscheiden konnte. Große Freude herrschte bei den Minis aus der Pfarrei St. Georg Friesen über den ersten Platz in einem starken, eng beieinander liegenden Feld - und der damit verbundenen Übernahme der Wanderpokal-Siegerfahne. hs