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Kronach
Unterstützung

Mini-Fonds liefern Hilfe im Landkreis Kronach

Die Adalbert-Raps-Stiftung verteilt an umliegende Landkreise aus einem Förderpool 5000 Euro für Kleinprojekte. Erstmals hat auch der Landkreis Kronach die sogenannten Mikrofonds erhalten.
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Für Projekte für sozial Benachteiligte kann eine Förderung von 125 Euro beantragt werden.  Foto: Stefanie Gleixner
Für Projekte für sozial Benachteiligte kann eine Förderung von 125 Euro beantragt werden. Foto: Stefanie Gleixner
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Birgitta Staufer freut sich über die kleine Unterstützung, die sie und damit der Büchertreff am Melchior-Otto-Platz erhalten hat.

Bereitgestellt wurde das Geld von der Adalbert-Raps-Stiftung mit Sitz in Kulmbach. 5 000 Euro wurden dem Landkreis Kronach für den Förderpool "Bürgerliches Engagement" zur Verfügung gestellt. Voraussetzung: Das Geld darf nur für Projekte von Ehrenamtlichen für sozial Benachteilige verwendet werden.

Benachteiligte unterstützen

Verwaltet wird das Geld im Landkreis Kronach durch das KoBE (Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement). Sabine Nuber geht alle eingehenden Anträge durch und überprüft die Förderfähigkeit. "Es ist wichtig, dass es für sozial Benachteiligte ist und es sich um kleine Aktionen handelt, die gefördert werden", erklärt die Frau. Bis zu 125 Euro gibt es pro zu förderndem Projekt.

Die Projekte, die dabei gefördert werden, können ganz unterschiedliche sein, sagt Sabine Nuber. Es können Sachkosten für verschiedene Aktionen sein, die Benachteiligte am sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilhaben lassen. Ob Kunstprojekt, Kochgruppen oder Begegnungsfeste, Fahrtkosten eines Sportvereins und Workshops für Ehrenamtliche. Jeder kann einen Antrag stellen - sowohl Vereine als auch Einzelperson.

So hat es auch Birgitta Staufer vom Büchertreff gemacht. Sie hat einen Antrag an das KoBE geschickt und ihre beantragten Fördermittel in Höhe von 100 Euro bekommen. Während der Coronakrise wollte sie mit ihrem Büchertreff im Gespräch bleiben und nicht in Vergessenheit geraten. Deshalb hat sie an die Familien, die in den vergangenen beiden Jahren sozusagen zu den "Viellesern" im Büchertreff gehören, Ausmalbilder geschickt. "Wenn die Bilder ausgemalt zurückkommen, bekommen die Kinder von uns einen Eisgutschein", erklärt die Leiterin des Büchertreffs. 60 Bilder hat sie gemeinsam mit ihrem Team rausgeschickt, über 15 sind bereits wieder zurückgekommen. "Uns ist geholfen, wenn die Unkosten gedeckt sind", sagt Staufer. Also das Porto und die Gutscheinkosten. Gewinn wollen sie nicht erzielen.

Dieses Projekt hat Sabine Nuber überzeugt, und es hat auch alle Kriterien erfüllt. Neben der maximalen Förderhöhe dürfen die Projekte auch nicht bereits durch andere Förderprogramme unterstützt werden und sozial müssen sie eben sein.

Förderung in ganz Oberfranken

Denn das soziale Engagement ist ein Grundstein der Adalbert-Raps-Stiftung. In ganz Oberfranken werden Landkreise mittlerweile durch die Mikrofonds unterstützt. Begonnen hat es aber ganz klein. Der Landkreis Kulmbach ist in der Flüchtlingskrise 2015/16 auf die Stiftung zugegangen, erzählt Tina Beeg von der Adalbert-Raps-Stiftung. Unbürokratische Hilfe sei nötig gewesen. Nach und nach sollten aber nicht nur Flüchtlingsprojekte unterstützt werden, sondern alle sozial benachteiligten und ebenso alle Landkreise in Oberfranken.

So ist auch der Landkreis Kronach nun erstmals Nutznießer dieser Förderung geworden. "Wir sind immer auf Fördermittel angewiesen. Das ist ein schönes Signal für alle Ehrenamtlichen im Landkreis", bestätigt Sabine Nuber. Deshalb ist es auch zu der Zusammenarbeit mit den Förderprojekten gekommen. Denn der Kontakt zwischen beiden Seiten bestand schon längere Zeit. Sollte der Fördertopf von 5000 Euro aufgebraucht sein, besteht die Möglichkeit, dass die Stiftung den Topf wieder auffüllt. So läuft das auch in den anderen Landkreisen, sagt Tina Beeg. In Bamberg, Bayreuth und Kulmbach seien die Töpfe bereits wieder aufgefüllt worden.

Förderanträge können direkt an Sabine Nuber geschickt werden. Auch für Vorabauskünfte steht Nuber telefonisch und per Mail zur Verfügung. Die Anträge werden nach Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet.

Für Vereine, die bei einem größeren Projekt Unterstützung brauchen, hat die Adalbert-Raps-Stiftung dennoch Möglichkeiten. Über Sabine Nuber könnte solche Anträge direkt an die Stiftung weitergegeben werden und dadurch eine Förderung erhalten, sagt Tina Beeg. Oftmals würden Vereine sich nicht trauen größere Förderanträge zu stellen.

Antragsformular:

Wer einen Mikrofonds beantragen möchte, muss einen Antrag zu Sabine Nuber vom KoBE schicken. Das Formular ist auf der Internetseite von Kronach Creativ www.kronachcreativ.dezu finden. Für weitere Fragen steht Sabine Nuber zur Verfügung. Telefonnummer 09261/6709332 oder per E-Mail an sabine.nuber@kronachcreativ.de

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