Aileen Krässe besuchte die Veranstaltung auch zum ersten Mal. Zusammen mit ihrem Lebenspartner Alexander Angles und ihrem eineinhalbjährigen Sohn Nico ging sie von Stand zu Stand. "Wir sind wegen des Rettungshubschraubers gekommen. Und unser Sohn war begeistert, als dieser auf dem Schützenplatz gelandet ist." Dort wurde die Gelegenheit genutzt, sich auch das Interieur anzuschauen und Fragen an das Flugpersonal zu stellen.

Im großen Saal fiel der Stand des Bäckermeisters Georg Oesterlein ins Auge. Dort probierte die junge Familie verschiedene Brotsorten. Aileen Krässe hielt inne, um sich ein Prospekt über die Sprache mitzunehmen. Sie fragte am Stand der logopädischen Praxen Sabine Thum nach entsprechenden Anwendungen und Möglichkeiten der Sprachförderung. "Das Thema Sprache kann schließlich auch auf uns zukommen", stellte sie fest.

Mit Neugierde füllte sie am AOK-Stand einen Fragebogen zur Wassertyp-Bestimmung aus. Die junge Mutter staunte nicht schlecht, als ihr nach dem Ergebnis calciumreiches Mineralwasser empfohlen wurde, da sie ein vitaler Typ sei. Ihr Lebensgefährte Alexander Angles hielt am Stand der GEK Barmer inne und fragt nach Gesundheitsprogrammen für seinen Sohn. "Ich hätte nie gedacht", so die 19-jährige Aileen Krässe, dass ein derart buntes Programm für die jüngere Generation angeboten wird. Und auch bei den Kindern ist für Abwechslung gesorgt."


Keine Langeweile



Das können Luisa und ihre Schwester Sofia Wicklein nur bestätigen. Von Langeweile keine Spur. "Ich fand den Hubschrauber und die Attraktionen für Kinder toll!", schwärmte Luisa Wicklein, während sie am Stand von Hubertus Fahle in einem Karton voller Steinchen wühlte, um kleine Glückssteine zu finden.

Die neunjährige Annika Zipfel hielt sich dagegen bei Caerobics auf. Sie war noch etwas aufgeregt, hatte sie doch wenige Minuten zuvor auf der Bühne einen Auftritt mit einer Gruppe absolviert. Achtmal sei für diesen Tanz geprobt worden, erzählt die Neunjährige, "und es hat eine Menge Spaß gemacht!" Nun überlegt sie, welchen Kurs sie als nächsten belegen wird.

Zufriedene Gesichter gab es auch bei den Ausstellern. Für die Ärztin Ines Pechtold war die Gesundheitsmesse eine hervorragende Gelegenheit, Kollegen zu treffen und den Besuchern auch außerhalb von Sprechzeiten Fragen zu beantworten.


Blutdruck im Blickpunkt



Erstaunt über die interessierte Besucherschar war Andreas Schmitt vom KfH-Nierenzentrum. Er war zum ersten Mal beim Gesundheitstag. "Vor allem das Thema Blutdruck kam oftmals zur Sprache", erzählte er. Das Vorstandsmitglied des Hilfs- und Selbsthilfevereins "Lebensqualität durch Dialyse", Horst Nastvogel, war begeistert: "Die Leute interessieren sich für den Verein. Und auch wenn die Besucher nicht davon betroffen sind, möchten sie doch Auskunft über ein Leben mit Dialyse haben."

Dass sie mit ihrem Programm, den Vorträgen und den Angeboten ein breites Publikum angesprochen haben, davon waren die Organisatoren Harald Lappe, Silke Wolf-Mertensmeyer, Bernd Feuerpfeil und Johannes Schedel überzeugt. "Die Mühe hat sich gelohnt!", betonten sie. Und in der Tat: Von Jung bis Alt waren sämtliche Altersgruppen zu sehen. Deutlich wurde auch, dass es den Ausstellern nicht um den Konsum ging, sondern darum, der Bevölkerung das im Landkreis vorhandene Potenzial im Gesundheitsbereich aufzuzeigen.

Organisator Bernd Feuerpfeil freute sich: "Es wurden schon Gespräche mit möglichen Ausstellern der nächsten Gesundheitsmesse geführt." Sein Mitstreiter Johannes Schedel ist überzeugt: "Der Gesundheitstag wird ein fester Bestandteil im Jahreskreis werden!"