Der Vereinsverbund (VVB) Steinbach am Wald feierte am vergangenen Samstag seinen mit viel Elan und Temperament gespickten Vereinsfasching. Eine proppenvolle und farbenfroh dekorierte Rennsteighalle sprach für das abwechslungsreiche Programm, mit dem der VVB den Narren einheizte. Bewährte Publikumslieblinge und Bühnenfrischlinge sorgten mit einem gut dreistündigen Programm für eine Bombenstimmung.

Unter der Leitung von Andreas Müller, der auch als Conférencier durch den Abend führte, sowie mit über 50 Aktiven entstand ein Programm mit Garde- und Showtänzen, Büttenreden und Musikeinlagen. Weitere 25 Ehrenamtliche, die im Hintergrund fungierten, trugen zum Erfolg bei. Auf der Showbühne begeisterten "Ali & Querchl" mit Live-Musik und neun Aktiven-Auftritte die Besucher. Auf der integrierten Großbildleinwand liefen den ganzen Abend themenbezogene Fotocollagen und Videoclips, während der Auftritte wurden die dazu passenden Bühnenbilder projiziert.

Gut ausgestattet sind die beiden Garden aus Buchbach, die von der Mini-Garde (trainiert von Melanie Heublein und Renate Fröba) über die "Marching Girls" bis hin zu den "Dance Kids", den Showtänzerinnen aus Teuschnitz (Trainerin Luisa Jakob), reichen. Letztere verführten alle Anwesenden in die Welt der Pop-Art. "Musik und bunte Farben wirst Du dort finden, sie lassen schnell den grauen Alltag verschwinden."

Altmeister Peter Goihl verriet seine neuen Aussichten im Rentnerdasein, um seine Life-Balance nach seiner stressigen Sparkassentätigkeit zu finden. Unter anderem mit einem Geschenkkondom die Sauna besuchen, viel Zeit im Wirtshaus verbringen oder mit dem E-Bike die Region erkunden. "Ich mach, was ich will und auch wo, denn ich bin ja schließlich a erwachsener Mo."

Staabicher Gemaageschehen

Das Gemaageschehen wurde durch die "Staabicher Gemaaputzfraun" auf dem Punkt gebracht. Irmen wurde durch Silke Trebes und Rosi durch Stephanie Wicklein in gewohnter Art und Weise parodiert. Zu Beginn flossen viele Tränen bei Rosi, da ihre Staabicher Irmen im letzten Jahr sehr weit in den Süden zog, nach Haßlach bei Kronach.

Das "Mitfahrbänkla" macht Menschen mobil, wurde ja bereits im letzten Jahr ausführlich beleuchtet. Jetzt ist es an der Zeit, dass das "Bänkla" ein Upgrade hinsichtlich der anzufahrenden Ziele erhält, wie beispielsweise New York, Rio oder Rosenheim.

"Die grüne Zunft hat sich bei uns um zwei weitere Jäger vergrößert", äußerte Rosi mit dem Hinweis, dass im Gegensatz zu Angela und Julius Wiegand die "Jungjäger" auch was treffen und wenn es auch nur ein Hase bisher gewesen ist.

Der Altersdurchschnitt des örtlichen Schützenvereines ist sehr hoch. Aufmerksam darauf geworden ist Irmen nach einem Werbeslogan des Schützenvereins: Lernen sie schießen und treffen sie Freunde! Als Schamanin versuchte Irmen Rosi zu überzeugen. Irmen führte dazu verschiedene mentale Praktiken und Rituale aus, mit denen die Sinneswahrnehmung von Rosi erweitert werden sollte, um aus diversen Gründen Kontakt zu den "Mächten des transzendenten Jenseits" aufnehmen zu können.

Auf das Signalgrußwort "Ahoi" betrat das Zumba-Team aus Ebersdorf die Aktionsbühne. Das Team um Astrid Mergner kombinierte Zumba-Aerobic mit gut abgestimmten Songs zum Mitklatschen. "Alles im Lot auf'm Boot" war zugleich der Abschlusssong des zweiten Teils.

Das neu aufgestellte Team der Damen, die "Mehrjungfrauen" war bei seinem Auftritt symbolisch im Pazifik unterwegs, der Name ist einfach erklärt: "Wir sind halt mehr und auch nicht perfekt!"

Die vielen vorausgegangenen Trainingseinheiten der letzten Monate - immer mit Sketchen, haben sich gelohnt und der Auftritt konnte sich sehen lassen. "Er hat ein knallrotes Gummiboot", klang es aus den Lautsprechern und acht "Jungfrauen" zogen grazil mit Bademantel bekleidet und einem roten Gummiboot in die Rennsteighalle ein, bevor am Malibu-Beach ein Bad genommen wurde. Mit synchronen Schwimm- und Ballettbewegungen auf den Radetzky-Marsch begeisterten sie das Publikum. Es folgten die Village People mit Y.M.C.A., bevor ein Schwarzhai (Paul Krischke) die Jungfrauen attackierte. Nun setzte sich der Rettungsschwimmer Mitch (Adrian Büttner) von Baywatch in Szene - "I'll be ready", vertrieb den Hai und war somit der gefeierte Held.

Mit seiner Sexcurity-Büttenrede bescherte Marco Christmann dem Publikum viele Lachsalven und erntete großen Applaus. "Personenschutz, natürlich auf zivil, Wachpatrouille, Undercover - alles, was schützenwert ist, für Schutz und Sicherheit steht MC Sexcurity parat." Der Bürgermeister Thomas Löffler war mit seiner Zweiten Bürgermeisterin Monika Barnickel gekommen und hatte extra für diesen Anlass MC Sexcurity eingeschaltet. Ein Grund für diese Sondereinsatzmission war die Geburtenexplosion nach der letzten Fastnachtsaison. "Ob Einzeltäter, Banden oder Chaoten, egal, wenn meine Mini-Dackeldame Erika einen ziehen lässt, dann gibt das sogar der organisierten Kriminalität den Rest."

Ein Potpourri der guten Laune versprühte das Männerballett. Nach zehnjähriger Pause tobten nicht nur die Frauen, viele Frauen wurden entzaubert. Die Männer von Trainerin Silke Neubauer legten bei ihrem ersten Auftritt ein wahres Meisterstück ab. Mit starker Performance, richtig gutem Taktgefühl und tollen Hebefiguren konnte ihre noch junge Klasse unter Beweis gestellt werden.

Zum großen Finale bedankte sich der VVB-Vorsitzende Andreas Müller bei allen Helfern der gelungenen Veranstaltung, beim Einzug aller Aktiven auf die Bühne bot sich dem Publikum unter tosendem Applaus ein imposantes Bild.

Das bunt gekleidete und mit vielen Masken versehene Faschingsvolk feierte ausgelassen, bei bester Stimmung und in gemütlicher Baratmosphäre, bis in die frühen Morgenstunden.