Die Mariengrotte rechter Hand am Eingang ins Tiefenbachtal ziert ein wunderschöner Blumenschmuck. Die Ausstattung des kleinen spitzbögigen Gebetshauses ist schlicht und heimelig. Den Mittelpunkt bildet eine lebensgroße, jugendliche Marienstatue, die von ihrem Sockel aus auf den Betrachter in mütterlicher Güte niederblickt. Seit einem halben Jahrhundert lädt das in einen Felsen eingebettete Schatzkäschen die Menschen zum Innehalten und zum Gebet ein.

Feierlich eingeweiht wurde das Kleinod im Roßlacher Berg im Frühjahr 1968 unter Pater Martin Schneidtberger, SDB. Damit ging für den großen Marienverehrer, der von 1966 bis 1972 in Steinberg wirkte, ein Herzenswunsch in Erfüllung.

Vor der Mariengrotte versammelten sich zahlreiche Gläubige der Pfarrei, um das Jubiläum in einer Andachtund einer Lichterprozession durch den Ort zu feiern. Die vom Pfarrgemeinderat sorgsam ausgewählten und zusammengestellten Gebete, Impulse und Lieder ließen die Andacht zu einem ergreifenden Erlebnis werden. Hierzu trugen insbesondere auch die vom Liederkranz Gundelsdorf harmonisch angestimmten Liedvorträge bei sowie die die stimmungsvollen Klänge des Musikvereins Steinberg.

Ein lebendiges Glaubensbekenntnis voller ergreifender Momente des Auf-dem-Weg-Seins aber auch des Innehaltens und Zur-Ruhe-Kommens war der sich feierliche Zug durch das Dorf. Ein schönes Bild bot sich, als die Männer des Orts die von Anja Müller, Elke Eidloth und Elke Haderlein mit Blumen geschmückte Muttergottes-Figur auf reich verzierten Sänften durch Steinberg trugen. Der von den Ministranten angeführten Lichterprozession schlossen sich die Marienträger, Pater Waldemar, der Musikverein Steinberg sowie viele Gläubige an. Der Weg des pilgernden Gottesvolks erstreckte sich über die Hofwiese vorbei am Kindergarten und dem TSV-Sportheim zur Eibigstraße und dem Dorfkreuz wieder zurück zur Grotte.

Dort war es dem Pfarrgemeinderat sowie Pater Waldemar ein großes Anliegen, sich mit einer Ehrenurkunde der Pfarrei wie auch mit Blumen und einem Geschenk bei Monika Jakob, Kathi Wachter und Annemarie Lang zu bedanken. Die "Nachbarinnen" der Grotte sorgen teilweise schon über 30 Jahre für prächtigen Blumenschmuck. Noch gut können sie sich daran erinnern, wie einst die Marienstatue - Werk eine portugiesischen Bildhauers - jährlich in einer feierlichen Prozession im Herbst in die Pfarrkirche und im darauffolgenden Frühjahr wieder zurück in die Mariengrotte gebracht wurde. Seit vielen Jahren bleibt die Statue das ganze Jahr in der Grotte, an der man sich jährlich zur Rosenkranzandacht trifft.

Ihren Abschluss fanden die Feierlichkeiten mit dem zu Ehren der Mutter Gottes erklingenden "Engel des Herrn", ein mit vielen Emotionen verbundenes Zeugnis tiefer Marienverehrung.

Zum Ausklang waren alle Gläubigen zu einem Stehempfang mit Sekt, heißem Tee und Knabbereien eingeladen, ein Angebot, das gerne angenommen wurde.