Das Thema Kinderspielplätze und die Sanierung von Brücken nahmen bei der Bauausschusssitzung am Dienstagabend einen hohen Stellenwert ein.

Auf der Trogenbachbrücke am Parkplatz Rosengasse rollen seit Anfang der Woche die Bagger. Diese Maßnahme wird im Zuge der Neugestaltung des Parkplatzes in der Rosengasse durchgeführt. Am Dienstagabend wurde der Auftrag an die Firma Wächter Bau aus Lichte zum Preis von 142 152 Euro vergeben.

Insgesamt 40 Brücken

Die Brücken haben es für die Ludwigsstädter in sich. Rund 40 Brücken hat die Stadt zu unterhalten. Die meisten davon sind in die Jahre gekommen und müssen in den nächsten Jahren saniert werden. Auf die Stadt werden deshalb größere Kosten zukommen.
In diesem Jahr sollen nun neben der Trogenbachbrücke vier weitere Brücken, jeweils zwei Loquitz- und zwei Taugwitzbrücken, erneuert werden. Bei der Loquitzbrücke im Hammerweg werden zusätzlich neue Wasserleitungen verlegt. Rund 576 000 Euro Kosten fallen dafür an
Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD) wies darauf hin, dass die Sanierung der vier Brücken aus FAG-Mitteln mit 90 Prozent gefördert werde. Der Eigenanteil der Stadt, inklusive Wasserleitungen, würde also demnach rund 200 000 Euro betragen.

Spielgeräte abgebaut

Bei diesem Punkt wurde schließlich der Bürgermeister ermächtigt, nach der Submission, alle Brücken wurden einzeln ausgeschrieben, den Billigst anbietenden zu beauftragen. Die Zeit drängt, schließlich sollen die Maßnahmen vor dem Wintereinbruch abgeschlossen sein.

Einen Überblick über den Ist-Zustand der Kinderspielplätze im Stadtgebiet gab Verwaltungsangestellter Hubert Wabnik. Demnach sind in Steinbach an der Haide die Spielgeräte abgebaut. Es sollen neue mit Hilfe der Dorfgemeinschaft befestigt werden. Im "Neuenbach" will Gerhard Bergmann einen Privatspielplatz schaffen. Rund 8000 Euro spendete der Lauenhainer Förderverein für einen Spielplatz. Im Thünahof wird der Spielplatz durch die "Oberfränkische" unterhalten, die Stadt beteiligt sich mit 3000 Euro an den Kosten. In Ebersdorf wurden die 14 Jahre alten Spielgeräte abgebaut. Dort will die Stadt im Rahmen der Dorferneuerung 12 000 Euro zur Verfügung stellen.

20 000 Euro

Timo Ehrhardt wies darauf hin, dass die Stadt insgesamt 20 000 Euro für die Verschönerung und Sicherheit der Spielplätze zur Verfügung stellt. In diesem Zusammenhang lobte er auch das Engagement von Eltern und Privatleuten, die Spenden für die Spielplätze zur Verfügung stellen. Insgesamt kommen somit etwa 50 000 Euro zusammen. Dieses Engagement zeige, dass sowohl der Stadt Ludwigsstadt als auch den Bürgern die Familienfreundlichkeit am Herzen liegt.

Der Bauausschuss in Kürze

Treppe Einig waren sich die Mitglieder des Bauausschusses darüber, die Treppenanlage an der Schule mit einer Stahlkonstruktion zu versehen. Obwohl diese erst vor zwölf Jahren angebracht wurde, ist die Treppe stark beschädigt.

Tonnage Der Bauausschuss plädierte für Geschwindigkeits- und Tonnage-Beschränkungen. So wird die Kehlbacher Straße aktuell auf Grund der Straßensanierungsmaßnahme und nach Sanierungsende ab der Abzweigung zum TSV Ausweichplatz am Ortsende und dem Rennsteig für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt. Dieser Vorschlag wurde sowohl vom Bauausschuss als auch von Alfred Müller von der Polizei Ludwigsstadt befürwortet.

Tempo 30 Die Lehestener Straße sorgte für Diskussion. Derzeit ist dort eine Beschilderung 30 Stundenkilometer. Aus polizeilicher Sicht sei diese Regelung überflüssig, so Alfred Müller. Hermann Feuerpfeil (FW) sah das anders. Er sei Betroffener und müsse den Lärm hinnehmen. Gerhard Rentsch (CSU) sprach von einer "Idiotie", in diesem Bereich eine 30-Stundenkilometer-Beschränkung anzubringen. Bürgermeister Timo Ehrhardt erinnerte an eine Unterschriftenaktion von Bürgern, auf Grund deren die 30-Stundenkilometer-Beschilderung angebracht wurde. Letztendlich sprach sich das Gremium mit 3:1 Stimmen dafür aus, die Verkehrsregelung in diesem Bereich so zu belassen, allerdings so der Bürgermeister, es sei "eine nicht rechtskonforme Lösung".

Parken Hinsichtlich des Bahnhofs wurde auf Anregung von Alfred Müller beschlossen, eine Kennzeichnung im Bereich der Bushaltestelle anzubringen. Diese soll darauf hinweisen, dass Autofahrer auf dieser Fläche nicht parken dürfen.

Straße Einstimmig sprach sich das Gremium auch für die Straßendeckensanierung in der Orlamünder Straße in Lauenstein, im Bereich des "Zick-Zack-Wegs bis hin zur Mauer von Café Bauer aus. Wie Bauhofleiter Claus Lindig ausführte, werde man während der Bauphase nicht umhin kommen, den Verkehr für einige Tage über die Turmstraße umzuleiten.

Sanierung Im Zuge der Sanierung der KC 26 (von Ludwigsstadt nach Steinbach an der Haide) durch den Landkreis will die Stadt 14 000 Euro für die Sanierung des Gehsteigs und Bordsteins auf einer rund 168 Meter langer Strecke im Stadtgebiet zur Verfügung stellen. Im Zuge dessen soll auch im Landratsamt auf die Anbringung eines barrierefreien Gehsteigs hingewiesen werden.

Mähgerät Der Punkt Anschaffung eines Mähgerätes wurde verschoben. Der Bürgermeister strebt eine interkommunale Lösung mit Tettau an. Das bisherige Mähgerät nutzten die Gemeinden Tettau und die Stadt Ludwigsstadt gemeinsam.