Dass die freiwilligen Feuerwehren des Inspektionsbereiches II sich auf ihren Nachwuchs verlassen können, zeigten die jungen Aktiven, darunter auch viele Mädchen, von zehn freiwilligen Feuerwehren bei einer Großübung im Mitwitzer Gemeindeteil Kaltenbrunn. Diese fand anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Kaltenbrunn statt und fand anschließend von den Führungskräften der Kreisbrandinspektion Kronach, Kreisbrandinspektor Matthias Schubäck, dem Kreisbrandmeister und Kreisjugendwart Dirk Raupach, sowie dem Inspektionsjugendwart Michael Geiger, anerkennende und lobende Worte. Auch der 1. Bürgermeister der Marktgemeinde Mitwitz, Hans-Peter Laschka konnte sich von dem hohen Ausbildungsstand des Feuerwehrnachwuchses überzeugen.


"Sehr hoher Ausbildungsstand"

Kurz nach 14 Uhr hatte die Integrierte Leitstelle Coburg die Feuerwehren Kaltenbrunn und Mitwitz alarmiert, da aus einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle am Ortseingang dichter Rauch drängen würde. Kurz nach dem Eintreffen war für Einsatzleiter Moritz Kostka klar, dass sich das Feuer ausbreiten würde und er alarmierte weitere Feuerwehren, während der Erstangriff von einem Hydranten vorgetragen werden konnte. Parallel versorgten die Kaltenbrunner Jugendlichen das Löschfahrzeug der Feuerwehr Mitwitz. Die Feuerwehren Kronach, Friesen und Steinach a.d. Steinach trafen nur kurze Zeit später ein und entnahmen das Löschwasser aus einem nahe gelegenen Teich und versorgten die Drehleiter der Feuerwehr Kronach mit Wasser sowie weitere Trupps im Außenangriff. In einer weiteren Einsatzwelle verstärkten die Feuerwehren Glosberg, Fischbach, Au, Thonberg und Oberlangenstadt durch den Aufbau einer zweiten Wasserversorgung aus dem Teich und zahlreicher Trupps im Löschangriff die bereits eingesetzten Feuerwehren. Den 44 Jugendlichen und 34 weiteren Aktiven der Wehren gelang es innerhalb kurzer Zeit, das angenommene Feuer schnell zu bekämpfen und zu löschen. Insgesamt brachten die Feuerwehrler sechs Feuerwehrpumpen und 13 Strahlrohre zum Einsatz. Die Jugendlichen verlegten 22 C- und 21 B-Schläuche und bauten sechs Verteiler in die Schlauchleitungen ein.
Wieder einmal, so Kreisbrandinspektor Matthias Schuhbäck, haben die Jugendlichen zusammen mit ihren Betreuern und weiteren Aktiven gezeigt, "dass der Ausbildungsstand sehr hoch ist und sie künftig nahtlos in die Wehren integriert werden können". Nach gut 30 Minuten waren alle Leitungen verlegt und das Wasser stand an den Strahlrohren, wie auch dem Wenderohr auf der Drehleiter Kronach, zu Verfügung. Die zahlreichen Zuschauer wurden während der gesamten Übung durch den Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Kaltenbrunn, Christian Hempfling über die einzelnen Einsatzschritte informiert. Anschließend gab der Jugendwart der Freiwilligen Feuerwehr Kaltenbrunn, Moritz Kostka im Feuerwehrhaus einen Rückblick auf die zehnjährige Jugendarbeit in Kaltenbrunn, die mit fünf Jugendfeuerwehranwärtern gestartet war. Mit Stolz konnte er berichten, das seitdem 15 Jugendliche ausgebildet wurden und davon auch die aktive Wehr davon profitiert habe, deren Aktivenzahl sich seit 2006 von 23 auf 36 erhöht habe.
Kreisbrandmeister und Kreisjugendwart Dirk Raupach gratulierte der Wehr zu ihren Jubiläum. Auch Kreisbrandinspektor Matthias Schuhbäck schloss sich den Dankesworten an. Kommandant Christian Hempfling, der selbst aus der Jugendarbeit kommt und auch Jugendwart war, bedankte sich bei den Jugendlichen und Jugendwarten für ihre Arbeit, die nicht mehr wegzudenken sei.