"Gründeln - emotive Bildgestaltung" thematisiert Künstlerin, Pädagogin und Psychotherapeutin Krystyna Hurec-Diaczyszyn die Werke ihrer Ausstellung. "Unser Unterbewusstsein kommuniziert mit uns durch Bilder", zeigt sie auf. "Durch Malen und Zeichnen geben wir unserer Seele eine Möglichkeit, sich zu äußern."

Im Landratsamt wurde die Ausstellung "Gründeln" mit Bildern von Krystyna Hurec-Diaczyszyn von Landrat Oswald Marr (SPD) eröffnet. Die 1952 in München geborene Künstlerin entwickelte in den vergangenen 15 Jahren in ihrer Praxis auf dem Katharinenhof in Stockheim die "Emotive Bildgestaltung". Sie wendet diese auch beim eigenen Bildgestalten an. Die zahlreichen Vernissage-Gäste waren begeistert von den farbenprächtigen Werken, die im Zusammenhang mit kleinen Texten erfreuen, schmunzeln lassen und zum Nachdenken anregen. Gründeln wie der Fisch im Wasser, der seine Nahrung sucht, so suchen wir nach Ansicht der Künstlerin oft im Alltag nach geistiger Nahrung.


Banges Gefühl


Kreiskulturreferentin Gisela Lang führte in das Werk ein, wenn auch mit "einem bangen Gefühl, ob ich einer solch geschätzten Kreativen gerecht werden kann." Krystyna Hurec-Diaczyszyn macht dem Betrachter ihrer Werke sehr genaue Vorgaben. "Wer ans andere Ufer will, muss das alte verlassen" - mit dem zusätzlichen Hinweis: "Schwieriges Unterfangen". Da weist sie sich als Pädagogin aus. Neues Aufzeigen, aber mit dem erhobenen Zeigefinger darauf verweisen, dass es wohl doch nicht so einfach sein wird.

Die Künstlerin verführt und ermuntert mit zarten, vielschichtigen "Buntstift-Malereien" spielerisch, aber zielorientiert. Sie fordert das Innere des Betrachters heraus, ohne zu überfordern. "Ich fange an, Zwiegespräche mit meinen Bildern zu führen, in der Zeit, wo sie nach und nach entstehen. Hinzu kommt dann die Spielerei mit der Sprache", sagt sie.


Öffnungszeiten der Ausstellung


Die Ausstellung "Gründeln" ist bis Freitag, 22. März, in der Galerie des Landratsamts während der Dienstzeiten zu sehen.