"Die Investition hat sich voll gelohnt. Wir brauchen fast keinen Strom mehr fremdzukaufen, sondern erzeugen unseren Strom fast vollkommen selbst", freute sich Kämmerin Sabine Fischer bei der Vorstellung des Haushaltsplans 2017, der 50 000 Euro niedriger ausfällt als im Vorjahr.

Auf den Verwaltungshaushalt entfallen 303 000 Euro, auf den Vermögenshaushalt knapp 55 000 Euro. Es erfolgt keine Kreditaufnahme. Verpflichtungsermäßigungen werden nicht festgesetzt. Die Schulverbandsumlage beträgt 244 000 Euro, der Höchstbetrag der Kassenkredite 50 000 Euro.

Der Haushaltsplan ist nicht genehmigungspflichtig. Der Verwaltungshaushalt ist zum Vorjahr um 16 000 Euro zurückgegangen. Wesentliche Änderungen gegenüber dem Vorjahr betreffen bei den Ausgaben insbesondere den Schulunterhalt wegen Umzug des Werkraums mit 12 000 Euro und die Kosten für die Offene Ganztagesschule mit 11 000 Euro. Dem gegenüber steht eine Einsparung bei der Schülerbeförderung von 10 000 Euro durch Optimierung der Busfahrzeiten.

Das 2014 in Betrieb genommene Blockheizkraftwerk wirkt sich positiv durch die Einsparung von Energiekosten aus. "Wir hatten damals lange überlegt", erinnerte sich die Schulverbandsvorsitzende, Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU). Der ausschlaggebende Grund für ein Blockheizkraftwerkes sei der aufwändige Unterhalt für das Schwimmbad gewesen, insbesondere die hohen Stromkosten. Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit der Thematik habe man sich für ein eigenes Blockheizkraftwerk entschieden.


Bessere Förderung

"Das war eine richtige Entscheidung. Für uns ist das eine Superanlage", zeigte sich Weber sicher. Es hat sich herausgestellt, dass der Verband mit einer auf zehn Jahre verteilten jährlichen Förderung besser fährt als mit einer einmaligen. Auch über günstige Gaspreise freut sich die Kämmerin: Der Bayerische Gemeindetag verschaffe durch gemeinsame Ausschreibung den Kommunen Superpreise.

Der Strom-Bezug, der früher jährlich bei rund 117 000 Kilowattstunden (kWh) lag, ging seit Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerks auf lediglich rund 21 000 kWh im laufenden Jahr zurück. Zudem leiste man durch die Einspeisung ins Netz einen Beitrag zum Umweltschutz.


81 Schüler

Recht erfreulich gestalten sich auch die Schülerzahlen im Schulverband, die sich auf einem Niveau von rund 80 Kindern stabilisierten. Derzeit zählt der Schulverband inklusive fünf Gastschülern 81 Kinder: 41 Schüler aus Teuschnitz, 20 aus Reichenbach, 15 aus Tschirn, drei aus Steinbach am Wald sowie jeweils ein Kind aus Pressig und Ludwigsstadt. "Wir werden die vier Klassen halten können", prognostizierte die Rektorin, und auch die beiden Gruppen der offenen Ganztagesklassen.

Die Schulverbandsumlage beläuft sich 2017 auf 244 000 Euro (2016: 254 200 Euro) und damit pro Schüler auf rund 3200 Euro (2016: rund 3600 Euro). Der Ausgleich des Verwaltungshaushalts erfolgt unabhängig von der Schulverbandsumlage durch eine Zuführung an den Vermögenshaushalt von 36 000 Euro (Vorjahr: 61 000 Euro).

Der Vermögenshaushalt hat sich gegenüber dem Vorjahr um 34 000 Euro verringert. An Investitionen sind allgemeine Anschaffungen für 2000 Euro vorgesehen sowie eine Darlehenstilgung von rund 50 000 Euro.
Bei den Einnahmen kommt der Grundstücksverkauf an die Stadt Teuschnitz für die Kulturwiese als Erweiterung des Kräutergartens mit 8000 Euro in Ansatz.


Aus der Rücklage

Der Vermögenshaushalt wird ausgeglichen durch eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage von 10 000 Euro sowie die Zuführung vom Verwaltungshaushalt mit gut 35 000 Euro. Der Schuldenstand beläuft sich auf rund 600 000 Euro. Abzüglich der Tilgung beträgt er am Jahresende 2017 noch 555 000 Euro, der Rücklagenstand wird dann 17 000 Euro betragen.

In der Finanzplanung für die nächsten fünf Jahre ergeben sich keine besonderen Änderungen. Größere Investitionen sind nicht vorgesehen. Das Haushaltsvolumen im Verwaltungshaushalt wird sich auf circa 300 000 Euro pro Jahr einpendeln.

Der Haushalt wurde ebenso genehmigt wie der Finanzplan für 2016 bis 2020.

Erfreuliches konnte die Rektorin in der Schulverbandssitzung melden. Die angeschafften Whiteboards und Laptops würden von allen Klassen mit großer Begeisterung genutzt. Die hohe Investition zahle sich aus. Weiter durfte sich ihre Schule über zwei hohe Auszeichnungen freuen, darunter als einzige "MINT-freundliche Schule" im Landkreis.