Die Notwendigkeit der alljährlichen Landschaftssäuberungsaktion wurde einmal mehr unter Beweis gestellt, wobei im Vergleich zu den Vorjahren eine deutliche Entspannung festzustellen ist. Entlang von Wander- und Radwegen sowie auf Spielplätzen hatte sich im letzten Jahr aber dennoch allerhand Unrat angesammelt.

Insgesamt 30 Naturschützer im Alter von neun bis 79 Jahren machten sich auf, um Müll zwischen Erlabrück und Schnappenhammer zu sammeln. Der Obmann des Frankenwaldvereins, Jürgen Schlee, teilte zusammen mit Naturschutzwart Alexander Schlee die Teams für verschiedene Sammelgebiete ein.

Schwerpunkte bildeten das Freizeitgelände am Tanganger, der Flusslauf der Wilden Rodach, der Bereich Herrgottswinkel sowie der Parkplatz Silberberg, unmittelbar an der B 173.
Zum Einsatz kam auch die "Ape" von Michael Förner, ein Dreiradfahrzeug, das oft beim Frankenwaldverein genutzt wird.

Beim eingesammelten Müll handelte es sich meist um Lebensmittelverpackungen, Zigarettenschachteln und Plastikflaschen. Immer wieder werden auch zerbrochene Glasflaschen gefunden, die für Mensch und Tier in der Natur eine erhebliche Gefahr darstellen. Die Natur des oberen Rodachtals wurde auch von mehreren Dachrinnen, einem Gartenstuhl und einer riesigen Abdeckfolie befreit. Etwas verwunderlich fanden die Helfer die Tatsache, dass einige Hundebesitzer zwar die kostenlos aufgestellten Tütenspender nutzen, aber anschließend die vollen Tüten achtlos in die Natur werfen.

Bei einer Brotzeit, die von der Flößergemeinschaft gestiftet wurde, dankte Bürgermeister Jens Korn den Mitgliedern der Wasserwacht und den Bärenstarken Typen, dem Tourismusverband, dem Frankenwaldverein, der Wallenfelser Blasmusik, der Katholischen Jugend, der Feuerwehr Wallenfels sowie den Flößern für ihr Engagement.

Unterstützt wurde die Aktion auch von Mitarbeitern der Stadt Wallenfels. Korn betonte, dass es heutzutage viele Möglichkeiten gebe, seinen Müll ordnungsgemäß zu entsorgen. Insbesondere der Wertstoffhof in Wallenfels sei eine gute Einrichtung und sollte noch mehr genutzt werden.

In Sachen Hundekottüten schlug das Stadtoberhaupt vor, entlang der Wilden Rodach noch weitere Abfallbehälter aufzustellen. Um das Problem pragmatisch zu lösen, solle der Abstand zwischen den jetzt vorhandenen Abfallkörben verkürzt werden.