In der Sankt Marienkirche wurde dieser Gedenktag mit einem ökunemischen Gottesdienst gefeiert. Über 350 Feuerwehrleute unterstrichen den hohen Stellenwert dieses Tages. Stadtpfarrer Joachim Lindner, selbst ein großer Anhänger der Feuerwehr, begrüßte die Wehren und die Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Vereinen. Er dankte den Wehrleuten für ihre ehrenamtliche Arbeit, auch unter Einsatz ihres Lebens, für die Allgemeinheit. Dies verdiene Dank und Anerkennung der Öffentlichkeit.

Der evangelische Pfarrer Friedrich Seegenschmidt erinnerte in seiner Predigt an den amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy, der einmal sagte: "Frage nicht, was Dein Land für Dich tun kann, frage, was Du für Dein Land tun kannst."

Mit Herz und Seele

Es habe bereits damals eine Tendenz gegeben, die sich auch bei uns breit gemacht habe.
Man habe versucht, alles für sich aus der Gesellschaft herauszuholen, ohne selber etwas einbringen zu wollen. "Jeder denkt nur an sich und ich denke an mich. Die Ergebnisse dieser Einstellung werden in jedem Ort schmerzlich spürbar. Es gibt immer weniger Menschen, die sich für andere einsetzen", bedauerte Pfarrer Seegenschmiedt. Auch für die Feuerwehren und Rettungsdienste werde es immer schwieriger, ihre Einsatzbereitschaft aufrecht zu erhalten. Jeder sei froh, wenn die Feuerwehr zu Hilfe komme, aber wer könne zu Hilfe kommen, wenn niemand mehr dazu bereit sei. Der Pfarrer dankte deshalb den Wehren, die immer mit Herz und Seele den Feuerwehrdienst leisteten.

Im Anschluss traf man sich im Feuerwehrgerätehaus. Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU) und Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger dankten der Feuerwehr Teuschnitz, die sich wieder als guter Gastgeber erwiesen habe und allen Wehren für ihre ehrenamtlichen vorbildlichen Arbeiten für die Allgemeinheit. Die Feierlichkeiten wurden musikalisch von der Stadtkapelle Teuschnitz umrahmt.

Die Legende

Die Heiligenlegende berichtet über Florian: Er war ein Soldat. Es herrschten damals die Römer, die überwiegend noch Heiden waren. Dort, wo die Enns in die Donau mündet, hatten die Römer ein befestigtes Soldatenlager. Unter den Soldaten, die dort lebten, waren auch Christen. Viele von ihnen wurden in den Kerker geworfen. Das hörte der (später heilig gesprochene) Florian. Er ging selber dorthin und zeigte an, dass er ein Christ sei. Der Stadthalter ließ ihn mit Stöcken schlagen und die Schultern mit scharfen Eisen zerfleischen. Aber Florian blieb standhaft. Er war nicht zu bewegen, den Götzen etwas zu opfern. Deshalb wurde er zum Tod verurteilt. Man band ihm einen großen Stein um den Hals und stürzte ihn von einer Brücke in die Enns. Als Florian tot war, hat Gott seinen Leib verherrlicht. Die Wellen trugen ihn in die Höhe und legten ihn auf einen Felsen, der aus dem Wasser herausragte. Da kam ein Adler herangeflogen und setzte sich neben den Leichnam nieder, als ob er ihn beschützen wollte, bis ihn eine fromme Frau heimlich wegtrug und dort begrub, wo jetzt das Kloster St. Florian steht.
Warum verehrt man Florian? Weil er im Wasser seinen Tod gefunden hat, gilt er als Patron gegen Feuersgefahr.