Rund 25 000 Euro pro Jahr spart die Stadt Kronach nun an Heizkosten. Zehn Prozent weniger Geld muss für Energiekosten aufgebracht werden und etwa 248 Tonnen Co 2 pro Jahr weniger als in den Vorjahren werden künftig in die Luft gepustet. Das ist möglich, durch die neue Holzpelletsheizungsanlage, die die Räume im Kronacher Rathaus und drei weitere Häuser in der oberen Stadt beheizt.

Für den Kronacher Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) steht fest, dass die 350 000 Euro teuren Investitionskosten gut anlegt sind. Er wies darauf hin, dass es in der Vergangenheit öfters Probleme mit der ehemaligen Heizungsanlage aus dem Jahr 1973, bestehend aus zwei Gaskesseln mit je einer Leistung von 750 Kilowatt, gab. Froh sei er, dass der Stadtrat schließlich in der Maisitzung 2009 nach eingehenden Beratungen der Erneuerung der Heizzentrale mit Erweiterung des Nahwärme netzes einstimmig zugestimmt habe.

Aufgebaut wurden nun zwei Pelletskessel, mit einer Leistung von 200 Kilowatt beziehungsweise 110 Kilowatt sowie drei Pufferspeicher. Um den Spitzenbedarf abzudecken, etwa bei sehr kalten Temperaturen, wurde zusätzlich ein Niedertemperatur-Ölkessel als Notversorgungswärmeerzeuger mit eingebaut. Errichtet wurde zudem ein Pelletslager mit Einblaseinleitung im zweiten Untergeschoss des Rathauses mit einem circa 50 Kubikmeter großen Rauminhalt, ausreichend für 33 Tonnen Pellets. Und da auch zwei Wohngebäude in der Festungsstraße 1 und 3 mit angeschlossen wurden, musste eine Nahwärmeleitung mit circa 65 Metern Rohrleitung zu diesen gelegt werden.

Wie vom Stadtplaner Daniel Gerber zu erfahren war, sei es ihm und seinen Team auch wichtig gewesen, den Bedarf dem tatsächlichen Verbrauch anzupassen. Bei der vorherigen Heizungsanlage sei eine Überkapazität vorhanden gewesen. Wolfgang Beiergrößlein wies darauf hin, dass die Stadt bei dieser Maßnahme davon profitiert habe, dass sie das KfW-Programm für Erneuerbare Energien zur Errichtung automatisch beschickter Anlagen zur Verbrennung und Vergasung von fester Biomasse in Anspruch nehmen konnte. Somit wird die Tilgung durch Zuschüsse gefördert.

Solaranlage war nicht möglich


Bezüglich der Frage, ob denn nicht eine Solaranlage für den Warmwasserverbrauch angebracht gewesen wäre, wies Gerber darauf hin, dass diese Option aufgrund der historischen Gebäude, die oftmals auch unter Denkmalschutz stehen und auch wegen des Stadtbilds und letztendlich auch wegen der Kosten nicht möglich gewesen sei.