Der Fund eines Messbuchs "Missale Romanum" mit persönlicher, handschriftlicher Widmung von Oskar Freiherr von Redwitz hat Heinz Kraus und Lukas Löffler von der Pfarrei Theisenort in große Freude versetzt.

Heinz Kraus ist seit zwei Jahren der Kirchenpfleger in der Pfarrei Theisenort. Seither kümmert sich der Rentner mit Leidenschaft nicht nur um aktuelle Belange und Probleme in der Pfarrei, sondern arbeitet akribisch nach und nach die Geschichte seiner Heimatpfarrei auf. Als Vertrauter und Assistent steht ihm der Oberministrant Lukas Löffler zur Seite. "Ich bin sehr froh, in Lukas einen jungen, engagierten Christen zu haben, der sehr großes Interesse an der Pfarrei zeigt und mir bei den Arbeiten der Pfarrei-Historie und bei allen sonstigen Dingen sehr hilfreich zur Seite steht", sagt Heinz Kraus über seinen 20-jährigen Mitstreiter. Für Heinz Kraus ist die Zusammenarbeit mit dem Oberministranten wichtig, für genauso wichtig hält er aber auch die gute Zusammenarbeit mit allen Kirchengremien, betont er: "Wir packen gemeinsam Probleme an und versuchen diese möglichst unkompliziert und im Konsens einer Lösung zu zuführen. Sonst könnte ich mich nicht meinem Hobby, nämlich der Erforschung und Komplettierung des Pfarrarchivs, so akribisch hingeben."

Lange Zeit suchte er im Archiv des Erzbistums Bamberg und im Pfarrarchiv Theisenort nach der Herkunft der im Nazarener Stil gemalten Kreuzwegbilder. "Beim stundenlangen Sichten und Ordnen von Dokumenten fand ich jedoch im Pfarrarchiv anstatt eines Hinweises auf die Kreuzwegbilder einen aus meiner Sicht für die Pfarrei sehr wertvollen und bedeutenden liturgischen Schatz", berichtet Heinz Kraus. Es handelt sich um ein Messbuch in Form des "Missale Romanum" (lateinisches Messbuch für das gesamte Jahr) mit einer handschriftlichen Widmung von Oskar Freiherr von Redwitz, datiert vom 3. Juni 1862. In diesen Tagen wird diese Widmung also 150 Jahre alt. "Für mich war dieser Zufallsfund ein wahrer Glücksfall. Wir werden die Wertigkeit dieser handschriftlichen Widmung noch erforschen lassen. Allerdings deuten schon erste Stellungnahmen, wie zum Beispiel die von Historiker Rainer Domke auf eine kirchliche Kostbarkeit hin", zeigte Heinz Kraus auf.