Aktuelle Informationen und Formblätter zur Schadensfeststellung sind unter www.landwirtschaft.bayern.de/hochwasser im Internet zu finden. Neben dem Sofortgeld werden Zuschüsse für Ersatzbeschaffungen und die Behebung von Schäden in den Überschwemmungsgebieten angeboten. Daneben werden auch Liquiditätshilfedarlehn angeboten für Aufwuchs- und Ernteschäden auf Grund von Starkregen und sonstigen widrigen Witterungsverhältnissen. Die aktuellen Bedingungen und Unterlagen dafür sind ebendfalls unter der genannten Internetadresse erhältlich.

Anerkennung von Ausnahmen

Das Hochwasser hat unterschiedliche Auswirkungen auf die Gewährung von Prämien für landwirtschaftlich genutzte Flächen. Es sind daher verschiedene Punkte zu beachten. Die Mitarbeiter im Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Kulmbach sind bei der genauen Abklärung der betriebsspezifischen Lage behilflich.
Vorab die folgenden Informationen: Für die nachfolgende Anerkennung von Ausnahmen müssen die Flächen vom Hochwasser betroffen sein. In den Landkreisen Kulmbach und Kronach sind dies in der Regel Flächen entlang des Mains bzw. entlang sonstiger Gewässer, bei denen eine Überschwemmung vorliegt.

Nicht erntewürdige Bestände:
Bei nicht erntewürdigen Beständen werden die beantragten Förderprogramme (Betriebsprämie, Ausgleichszulage in benachteiligten Gebieten und Agrarumweltmaßnahmen) zum Jahr 2013 weiterhin ausbezahlt.

Falls bei beantragten Agrarumweltmaßnahmen (zum Beispiel Grünlandprämie) die Auflagen nicht mehr eingehalten werden können, kann ein Fall Höherer Gewalt/außergewöhnlicher Umstände anerkannt werden. Dann wird in diesem Jahr zu dieser Maßnahme keine Auszahlung gewährt (Nulljahr).

Nutzung des Aufwuchses bei "Aus der Erzeugung genommenen Flächen (Stilllegungsflächen)": Falls Betriebe Agrarumweltmaßnahmen beantragt haben, so besteht die Möglichkeit, den Aufwuchs von "Aus der Erzeugung genommenen Flächen" ohne Umcodierung der Nutzung landwirtschaftlich zu verwerten oder zur unentgeltlichen Weitergabe an Dritte im Rahmen der Nachbarschaftsbetriebe zu nutzen. Voraussetzung dafür ist, dass der Betrieb, der den Aufwuchs verwerten will, von dem Hochwasser betroffen ist. In diesem Fall wird ein Fall höherer Gewalt/außergewöhnlicher Umstände anerkannt.

Mit Formblatt melden

Nicht erntewürdige Bestände oder die Nutzung von aus der Erzeugung genommenen Flächen ohne Umcodierung sind dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach mit einem entsprechenden Formblatt zu melden. Bei weiteren Fragen wenden sich Betroffene an die Abteilung Förderung.