Liebevoll stellt Helmut Stumpf ein hölzernes Schaf auf die mittlere Etage seiner Weihnachtspyramide. "Nachts kommen die Lichter noch besser zur Geltung", sagt er stolz. Das Weihnachtslied "Stille Nacht" erklingt im Hintergrund. Wenn die Lichter aus sind, hört auch die Musik auf zu spielen.

Heuer steht die über drei Meter hohe Pyramide zum zweiten Mal in Stumpfs Vorgarten. "Für den Aufbau brauche ich vier bis fünf Tage, mit Pausen natürlich", erzählt der 80-Jährige und lacht. Außer den Kunststofffiguren hat Stumpf alles selbst gebaut. "Das Holz bekomme ich von einem Sägewerk. Dann schnitze ich einen Teil der Rinde ab, schneide die Figuren zurecht und lackiere sie."

Inspiriert bei einer Busfahrt

Um die Pyramide pünktlich zum Beginn der Adventszeit im vergangenen Jahr fertigzustellen, war er schätzungsweise mehrere hundert Stunden beschäftigt. "Ich habe das ganze Jahr lang stundenweise an der Pyramide gebastelt."

Die Idee, eine eigene Weihnachtspyramide zu bauen, kam Wich während eines Ausflugs mit dem Bus. "Ich war mit meinem Sohn im Erzgebirge. In jeder Ortschaft, durch die wir gefahren sind, standen Weihnachtspyramiden." Sein Sohn sei begeistert gewesen und wollte eine Pyramide kaufen. Darauf habe Wich erwidert, dass er selbst eine baue.

Basteln ist seine Leidenschaft

Eine passende Anleitung fand er in der Zeitschrift "Selbst ist der Mann". Diese sei allerdings nur für eine 60 Zentimeter hohe Weihnachtspyramide gewesen. "Ich hab die Vorlage so lange größer kopiert, bis sie groß genug war", berichtet Stumpf. Die Anleitungen für die beiden Holzkrippen, die auf der untersten Etage der Pyramide stehen, habe er aus derselben Zeitschrift.

Insgesamt besteht seine Pyramide aus zwölf größeren Einzelteilen. Dazu kommen noch die Teile, die auf den drei Etagen stehen. "Für das nächste Jahr möchte ich noch einen kleinen Zaun um die Etage, auf der die Schafe stehen, bauen. Natürlich auch aus Holz."

Auf seine selbst gemachten Holzfiguren ist Stumpf besonders stolz: "Einige Bäume und Sterne wurden gekauft und dann bis nach England und Australien verschickt." Dass der Friesener leidenschaftlich gerne bastelt, wird auch bei einem Blick in sein Esszimmer deutlich. Dort hat er auf einer Fläche von knapp zwei Quadratmetern eine Weihnachtskrippe aufgebaut, mit Beleuchtung, einem kleinen Brunnen und rauchenden Feuerstellen.