Jeder kennt Michael Endes faszinierende Geschichten um Jim Knopf, Lukas und die sympathischen Bewohner von Lummerland, denen die Augsburger Puppenkiste zur Unsterblichkeit verhalf. Nachdem man bereits im Vorjahr "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" auf die Schulbühne gebracht hatte, ging es heuer an die Fortsetzung. Mehr als 70 Lummerländer, assoziierte Sänger, Künstler, Techniker und Handwerker, Wüsten- und Meeresbewohner, Chinesen und Drachen waren beteiligt. Viel Text galt es zu lernen.

Die Dialoge sind keineswegs einfach - vor allem für die beiden Hauptakteure Daniel Löffler alias Jim Knopf und Vanessa Schwarz als Lukas der Lokomotivführer. Beide waren schon 2011 in den Titelrollen zu sehen. Für Teil zwei probte man seit Beginn des Schuljahrs. "Wir probten einmal die Woche, jetzt vor den Aufführungen natürlich öfters. Außerdem waren wir bei einer Probenfreizeit in Bamberg", sagen die beiden. Einige der Requisiten stammen aus dem Vorjahr. Vieles wurde aber auch neu gebaut - beispielsweise Molly. "Die war ja im vergangenen Jahr noch ein Lokomotiv-Baby", erklärt Vanessa.

Die 15-Jährige spielt schon seit der 5. Klasse bei den Theaterstücken mit. "Eigentlich fing es bei mir aber schon im Kindergarten an. Bei Aufführungen war ich immer dabei", erinnert sie sich lachend. Schon immer habe sie es zur Schauspielerei hingezogen. Später soll es für sie vielleicht auch einmal beruflich in diese Richtung gehen.

Daniel möchte nicht Schauspieler werden, sondern Pfarrer. Riesigen Spaß am Theaterspielen hat aber auch er. Der 14-Jährige räumt ein: "Die Proben waren schwer und anstrengend. Aber man kommt mit der Zeit in die Geschichte rein. Dann klappt es auch mit dem vielen Text." Der herrlich ungezwungen und frisch daherkommenden Schauspieler-Riege merkte man zu jeder Zeit der zweistündigen Aufführung ihre Begeisterung und Freude an.