Der Lebenslauf des Künstlers wurde von den Schülern studiert, seine Bilder wurden eingehend untersucht. Die immer wiederkehrenden Formen wie Zwiebeltürme und Schnecken sowie die lebendigen, leuchtenden Farben wurden analysiert und in die eigenen Bilder eingebaut.

Zufrieden mit den eigenen Mal-Ergebnissen wollte man mehr von Hundertwasser wissen. Da die Königliche Porzellanfabrik in Tettau eine Porzellan- und Glas-Serie von diesem außergewöhnlichen Künstler herstellt, plante man sogleich einen Besuch. Bei dem verantwortlichen Prokuristen, Uwe Motzke, rannte die Schule offene Türen ein. Er organisierte sofort eine Führung in der Herstellung und gestattete einen Einblick in das Designstudio bei der verantwortlichen Designerin Ramona Nestler. Dort werden ständig neue Hundertwasser-Objekte kreiert.

Verhandlungen über neue Motive

Ramona Nestler hat Hundertwasser persönlich in Wien kennen gelernt und verhandelt immer mit den Nachlassverwaltern des Künstler über neue Glas- und Porzellangestaltungen mit Hundertwasser-Motiven. Die Schüler der Grundschule Ludwigsstadt stellten ihr die eigenen Kunstwerke vor und erhielten viel Lob für die gekonnten Ausführungen.

Nach der Führung durch die Produktion mit Werner Schirmer konnten die jungen Künstler nach ihren eigenen Hundertwasser-Vorlagen Teller und Tassen gestalten. Hierbei wurde festgestellt, dass die Schüler das Thema "Friedensreich Hundertwasser" sehr gekonnt zu interpretieren wussten. Jetzt warten alle noch gespannt darauf, wie wohl die eigenen Werke nach dem Brand bei 1200 Grad aussehen werden.