Die Helios-Frankenwaldklinik öffnete ihre Pforten zum Tag der offenen Tür aus Anlass des Deutschen Gefäßtages. Sie gewährte am Samstag in verschiedenen Vorträgen interessante Einblicke in Operations- und Heilmethoden. Gezeigt wurden moderne technische medizinische Aggregate und andere technische Hilfsmittel für Diagnostik und Behandlung. Darüber hinaus wurden hochmoderne medizinische Geräte auch an Probanden vorgeführt, und die Besucher konnten sich ein Bild machen, welche Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten und -methoden die Klinik bieten kann.

Neben dem 10. Deutschen Gefäßtag war es das zehnjährige Bestehen der gefäßchirurgischen Abteilung in der Klinik Anlass, sich der Öffentlichkeit zu zeigen. In seiner Begrüßung machte Geschäftsführer Florian Aschbrenner die Bedeutung des Hauses für die Region deutlich. "In der Helios-Frankenwaldklinik Kronach werden jedes Jahr rund 12.000 Patienten stationär und weitere 20.000 Patienten ambulant von den 650 Mitarbeitern medizinisch versorgt. Die zehn Fachabteilungen und eine Belegabteilung verfügen zusammen über 282 Betten", zählte er auf.

700 stationäre Behandlungen

Viele Menschen waren gekommen. Chefarzt Dr. Eike Dedow verwies darauf, dass in der Gefäßchirurgischen Abteilung pro Jahr über 700 Patienten stationär behandelt werden. Weit darüber hinaus gehe die Zahl der ambulanten Behandlungen in der Abteilung. Insbesondere sei man spezialisiert auf Operationen an erkrankten Schlagadern und Venen.

Zur Ausstattung zählen ein modernes Gefäßlabor, ferner können Patienten mit Ultraschallmethoden wie zum Beispiel Dopplersonographien und farbcodierten Duplexsonographien untersucht werden. Durch ein mobiles Röntgengerät im Operationssaal könnten die Mediziner bei den Operationen zusätzlich Ballondehnungen durchführen und Stents einbringen, erörterte der Chefarzt bei einem Rundgang durch die Informationsstände und Behandlungsräume.

Demonstration am Körper

Einigen Interessenten wurde die Ultraschalluntersuchung einer Halsschlagader am Körper demonstriert. Die Besucher konnten sich auch anschauen, wie und mit welchen Instrumenten etwa Stents in Beinarterien oder in die Bauchschlagader gelangen.

Im Vortragsraum der Klinik beantworteten die Ärzte spezifische Fragen. Der Thematik "Wie entstehen Schmerzen und wie kann man sie behandeln?" nahm sich Chefarzt Uwe Fleischmann (Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie) an. Über den "Beinschmerz vom Kreuz?" informierte Chefarzt Tom Hoffmann (Unfallchirurgie und Orthopädie). Die Vortragsreihe wurde fortgesetzt mit dem "Diabetikerschmerz" (Chefarzt Franz Ruderich, Innere Medizin II) und "Krampfadern - ein Krampf?" (Oberarzt Ingo Maatz, Gefäßchirurgie). Über das "amputationsbedrohte Bein" informierten Chefarzt Gabor Horvath (Radiologie) und der Chefarzt der Gefäßchirurgie, Eike Dedow.

Stellvertretender Landrat Gerhard Wunder (CSU) zeigte sich beeindruckt von den vielen Fachabteilungen. Für die Region sei eine gute umfassende medizinische Versorgung sehr wichtig, darum sei die hochwertige Weiterführung der Frankenwaldklinik durch Helios für die Bürger im Landkreis Kronach außerordentlich wichtig, betonte er.