In 17 Jahren als Vorsitzende hat Martina Stauch in ihrem Verein zahlreiche Menschen kennen und schätzen gelernt. Gemeinsam haben sie viel auf die Beine gestellt. Der Verein ist gleichermaßen ein Ansprechpartner und ein Helfer geworden. Die Rede ist von "Gemeinsam gegen Krebs".

Der Kronacher Verein leistet in Sachen Prävention, medizinische Forschung, Nachsorge und vor allem auch Zusammenwachsen von Kranken und Gesunden einen enorm wichtigen Beitrag für die Gesellschaft im Landkreis. Heuer hat ihm Corona bei seinen Veranstaltungen allerdings einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Damit das segensreiche Wirken von "Gemeinsam gegen Krebs" ungebremst weitergehen kann, möchte die Aktion "Franken helfen Franken" der Mediengruppe Oberfranken mit Ihrer Hilfe, liebe Leser, eine finanzielle Unterstützung für die Vereinsarbeit leisten.

15 Mitglieder bei der Gründung, heute sind es 239

"Wir haben den Verein im Juni 2003 gegründet. Damals waren wir 15", erinnert sich die Onkologin Martina Stauch an die Anfänge. "Das war eine Zeit, zu der das Thema Krebs in der Region eher noch in der Anonymität geweilt hat."

17 Jahre später hat sich beides spürbar gewandelt. Aus den 15 Gründungsmitgliedern sind inzwischen 239 Mitglieder geworden. Und das einstige Tabuthema wurde vom Verein auf eine Plattform geholt, auf der es offen diskutiert wird. "Wir wollten aktiv etwas für die Region im Kampf gegen den Krebs tun", nennt Stauch das Ziel, welches von Anfang an konsequent verfolgt wurde.

Dafür ist der Verein in vielen Bereichen aktiv. Das Thema Sport spielt eine große Rolle. In Sportgruppen weckt die Bewegung bei den Patienten Lebensfreude und den Kampfgeist gegen die Krankheit. Es geht darum, den Betroffenen zu zeigen, dass das Leben mit der Diagnose Krebs nicht vorbei ist, sondern weiter Spaß machen kann. Es braucht manchmal nur neue Inhalte, einen neuen Sinn - und vor allem ein Gesamtkonzept, wie Stauch erklärt. Dazu will der Verein mit seinen eigenen Angeboten und durch Kooperationen mit verschiedenen Partnern beitragen.

So entwickelte sich mittlerweile unter anderem ein ambulantes, onkologisches Reha-Projekt, dessen Träger "Gemeinsam gegen Krebs" ist. "Das war ein toller Schritt. Der war aber auch nur durch den Verein möglich", sagt Stauch. Dritter Vorsitzender Günter Landgrafe ist überzeugt: "Damit sind wir die einzigen!"

Sport und Krebs

Das Sportkonzept von "Gemeinsam gegen Krebs" gipfelt alljährlich im "Lauf der Hoffnung", dem "Run of Hope", der das auf den Punkt bringt, was dem Verein besonders wichtig ist. "Wir holen Gesunde und Kranke gemeinsam ins Boot", unterstreicht Stauch. Einerseits soll die Scheu und Angst der Erkrankten, sich zu outen, reduziert werden. Andererseits geht es darum, sie aus der Isolation zu holen und ein verkrustetes Denken aufzubrechen. Denn immer noch gibt es Menschen, die einen Bogen um Krebskranke schlagen.

Große Erfolge kann "Gemeinsam gegen Krebs" aber auch im Bereich der Forschung vorweisen. So beteiligen sich immer wieder Kronacher Patienten an medizinischen Studien. "Mit hervorragenden Ergebnissen", betont die Onkologin. So sei beispielsweise das Medikament Herceptin als erstes Immuntherapeutikum bei Brustkrebs auch durch das Kronacher Engagement mit auf den Weg gebracht worden. "Viele Patienten, die damals damit behandelt wurden, leben heute noch - das ist echt toll!", freut sich Stauch.

Die Hoffnung bleibt

Es gehe dem Kronacher Verein darum, neue Schritte in der Onkologie zu wagen und modernste Behandlungsmethoden in den Frankenwald zu bekommen. Bisher sei dieses Vorhaben vollauf gelungen.

Dennoch ist Stauch und Landgrafe klar, dass sie sich immer wieder vom einen oder anderen Patienten, Mitstreiter und Weggefährten verabschieden müssen - viel früher als sie es sich wünschen würden. "Da kann man nicht abstumpfen", gesteht die Medizinerin. "Das ist immer sehr emotional."

Doch nicht zuletzt die Erfolge des Vereins machen ihr Mut, dem Krebs Schritt für Schritt das Feld streitig machen zu können. "Es gibt auch Hoffnung, es geht weiter - und diese Hoffnung ist das Wichtigste." Eine Hoffnung, die wir durch unsere Spendenaktion und Ihre Unterstützung gerne befeuern würden.

So können Sie helfen!

Spendenverein: Die Mediengruppe Oberfranken (mgo) erreicht über ihre lokalen Tageszeitungen wie den Fränkischen Tag sowie digitale Informations- und Service-Portale jeden Tag rund 600 000 Menschen. Außerdem ist die mgo als Multimediaunternehmen mit Tochterfirmen wie dem Marketing-Komplettdienstleister mgo360, den mgo Fachverlagen oder mgo Digital Ventures breit aufgestellt. Diese Vielfalt nutzt die Unternehmensgruppe, um mit dem Spendenverein "Franken helfen Franken" seit 2009 Hilfsbedürftige in ganz Franken zu unterstützen. Alle Spenden gehen zu 100 Prozent an in Not geratene Menschen oder gemeinnützige Organisationen und Projekte in der Region. Die Verwaltungskosten übernimmt die mgo. Insgesamt wurden seit 2009 deutlich über eine halbe Million Euro von Franken helfen Franken vergeben.

Spendenkonto: Mediengruppe Oberfranken -

Franken helfen Franken e.V. Sparkasse Bamberg

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