Begleitet von der Musikkapelle wurde um 5 Uhr mit dem Lied "Beim frühen Morgenlicht" an der Pfarrkirche "St. Georg" unter Führung von Wolfgang Geiger zum über 30 km langen Fußmarsch aufgebrochen.


Obligatorische Blase

Die Anrufung im ersten Rosenkranzgesetz "Jesus, der uns Kraft und Ausdauer verleihen wolle" fand jedenfalls Erhörung, denn die anspruchsvolle Strecke wurde betend und singend ohne Ausnahme bewältigt, wenngleich sich auch mal eine obligatorische Blase einstellte oder ein Schuhwerk nachgab. Auch unerwartete und zeitraubende Hindernisse waren nach Presseck durch schon länger umgestürzte Bäume zu überwinden, wobei unweigerlich Gedanken an einen Naturpark aufkamen.
Wallfahrtsführer Wolfgang Geiger legte zwischendurch kurze Zwischenstopps ein, die er mit meditativen Texten ausfüllte wie zum Motto von Marienweiher "Was Er euch sagt, das tut", die zugleich eine willkommene Verschnaufpause boten.


Ehrung

Aber sobald Marienweiher erreicht und unter festlichem Glockengeläute in die Basilika eingezogen wurde, waren plötzlich alle Strapazen wieder verflogen. Beim festlichen Wallfahrer-Gottesdienst, wozu auch eine stattliche Seniorenschar eingetroffen war, erinnerte Pater Adrian an die Erscheinungen vor 100 Jahren in Fatima und bezeichnete das Fest "Maria Himmelfahrt" als ein zweites Ostern im Jahreskreis. Besonders ergreifend waren die von der Musikkapelle begleiteten Lieder, die machtvoll die Basilika erfüllten. Gerade der Teil im Schlusslied "so Gott will, im nächsten Jahre, da besuch ich wieder Dich" wird zum festen Vorsatz.
Einmal dabei, meist immer dabei, dies die Motivation für viele Teilnehmer und so wurden heuer Ursula Wachter und Josef Müller mit einer Dankurkunde für ihre 25. Marienweiherwallfahrt von Pater Adrian ausgezeichnet.
Glücklich über den erlebten und von guter Gemeinschaft geprägten Tag beschloss man diesen am Abend in der Pfarrkirche von Friesen mit dem Angelus-Lied. Wolfgang Geiger bedankte sich herzlich bei allen Teilnehmern, vor allem bei der Musikkapelle für die Begleitung während des ganzen Tages, allen Helfern und der freiwilligen Feuerwehr, die auf Grund verschärfter Auflagen erstmals zur Verkehrssicherung nötig war. Wenngleich durch immer neue Bestimmungen die Organisation der Wallfahrt erschwert werde, wie er bedauerte, lud er wieder zur nächsten Marienweiher-Wallfahrt im kommenden Jahr ein. Dem engagierten Wallfahrtsführer dankte Sepp Geiger unter großen Beifall im Namen aller. red