Großes Interesse zeigte die Bevölkerung der Marktgemeinde Mitwitz für die Neugestaltung des Ortseinganges an der Coburger Straße auf dem Gelände der ehemaligen Korbwaren- und Kinderwagenfabrik Fritz Fischer unter Einbeziehung des Festplatzes in der Schlossallee .


Wettbewerb für Architekten

Hierfür gab es Ende des vergangenen Jahres eine offene Planungswerkstatt, an der sich fünf Architektur- und Landschaftsplanerbüros aus dem gesamten Bundesgebiet beteiligten. Sie hatten entsprechende Pläne erarbeitet, bei denen ein zwölfköpfiges Beratungsgremium unter der Federführung von Professor Gerd Aufmkolk, Nürnberg für den Entwurf des Planungsbüros "Station C 23", Leipzig den 1. Preis vergeben hatte.
Nachdem die Pläne bereits im Marktgemeinderat vorgestellt wurden, fand nun eine Präsentation aller Entwürfe im Generationenhaus statt.
Bürgermeister Hans-Peter Laschka freute sich über den zahlreichen Besuch und anschließend ging Professor Gerd Aufmkolk auf das gesamte Projekt ein, das im Rahmen der Städtebauförderung durchgeführt werden kann.


Optische Beziehung zum Schloss

Durch den Abbruch des ehemaligen Fischerbetriebes,der bereits begonnen hat, bekomme Mitwitz unter anderem die große Chance, die optische Beziehung zum Wasserschloss am westlichen Ortseingang herzustellen.
Seit 2010 betreibt die Marktgemeinde Mitwitz aktiv die städtebauliche Sanierung und Erneuerung des Hauptortes auf der Grundlage eines Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes, wozu drei strukturell bedeutsame Sanierungsmaßnahmen gehören. Bereits begonnen wurde mit der Neugestaltung der Ortsdurchfahrt und der Neuen Mitte.


Schlüsselstellung

Das Impulsprojekt "Neuordnung der Fischer-Brache an der Coburger Straße" hat eine wichtige landschaftliche Schlüsselstellung zwischen dem Wasserschloss, dessen Vorfeld an der Schlossallee, den Bezügen zur Steinach und Föritz einerseits, sowie den bewaldeten Hügeln südlich der Coburger Straße andererseits.
Um die historische Blickachse auf das Wasserschloss wieder freizustellen und das städtebaulich markante Bauwerk als weithin sichtbaren, Identität stiftenden Orientierungspunkt zu stärken, soll an der Stelle der zuvor und seit vielen Jahren weitgehend leer stehenden Gewerbegebäude unter anderem eine öffentliche Grünanlage entstehen.
Ein nächster wichtiger Schritt für die Realisierung, so Professor Gerd Aufmkolk, sei nun die Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt.


Besucher äußerten Kritik

Den Besuchern der Ausstellungseröffnung standen neben Professor Aufmkolk auch die Architekten Michael Rudolph und Sigrun Langner vom Planungsbüro "Station C 23" für weitere Informationen und Anregungen zur Verfügung.
So äußerten sich die Bürger kritisch über die geplante Auslichtung der Schlossallee und auch von einem vorgesehenen Zugang zum Teehaus neben dem Wasserschloss von der Schlossallee aus war man nicht begeistert. Die von den Bürgern vorgebrachten Vorschläge und Anregungen sollen bei der weiteren Entwurfsplanung berücksichtigt werden.