Dies ist zum Beispiel "der schwere Max", erklärt Vorsitzender Friedrich Fricke. Den "schweren Max" hat der Floßverein vor etwa vier Jahren aus dem Kunstprojekt "HolzArt" erworben, daraus erklärte es sich, dass es sich beim schweren Max um eine Holzskulptur handelt die einen Flößer bei Ausübung seines Berufes in lebensechter Größe und in authentischer Nachbildung eines vor vielen Jahren gelebten Flößers darstellt. Er wurde direkt wieder am Eingang des Flößermuseums platziert, allerdings mussten sich gerade noch zwei handwerklich begabte Helfer auf den Weg machen um neue Schrauben zu holen, damit der "schwere Max" auch festen Stand hat um den Sommer über durchzustehen, sagt Fricke schmunzelnd.
Silvia Wachter und Rainer Renk bringen in diesem Moment ein vom Designer und Maler Rainer Renk angefertigtes Hinweisschild "Flößermuseum geöffnet", welches ebenfalls vor dem Eingang seinen Platz haben wird. Andere Helfer sind mit dem Hofkehren beschäftigt. Aber auch im Innenraum mit seinen verschiedensten Abteilungen gibt es viel im Flößermuseum zu tun. In diesem Jahr freut man sich über einen neuen DVD Player, auf dem in Filmen die Arbeit und Geschichte der Flößerei für die Besucher demonstriert wird. Für den Frühjahrsputz waren etwa zehn Mitglieder des Floßvereins etliche Stunden im Einsatz um fü+r den ersten Öffnungstag, Dienstag, 5. April alles in Ordnung zu bringen. Kleinigkeiten gibt es da und dort natürlich immer noch fortlaufend zu tun, sagte Fricke.
Das Flößermuseum in Unterrodach ist ein einzigartiges Kleinod das die wichtigsten Aspekte des Flößereigewerbes darstellt und über ein umfangreiches Dokumentationsmaterial verfügt. Die Flößerei war wichtigste Einnahmequelle in der Region und veränderte nicht nur die Landschaft sondern prägte auch die Menschen das Erscheinungsbild der Dörfer und ihre soziale Struktur. Das Museum bietet einen Einblick in die Geschichte und Besonderheit der Frankenwaldflößerei und einen Überblick über die Landschaft Frankenwald. Wald und Waldarbeit, "Trift und Schneidmühlen" werden vorgestellt. Anhand von Modellen werden Floße und Wehre dargestellt und wichtige Werkzeuge die von der Zunft zum Floßbau und Holzrücken gebraucht wurden, dargestellt.
Die Flößerei auf den Floßbächen und auf dem Main wird nachskizziert. In dem Museum will man vor allem der Jugend aber auch den Touristen zeigen, welchen Beruf einst die Männer des Frankenwaldes ausübten, nämlich einen überaus harten, schweren und gefährlichen Beruf, der einen Menschlag prägte, informierte der 59-jährige Vorsitzende Friedrich Fricke. Er selbst war Gründungsmitglied bei der Wiedergründung des Floßvereins im Jahre 1981. Ursprünglich wurde der Floßverein schon 1864 gegründet und er ruhte von 1948 bis zur Wiedergründung 1981. Friedrich Fricke gehörte in den vergangenen 30 Jahren immer der Vorstandschaft an, als Schriftführer, zweiter Vorsitzender und seit Januar 2011 als 1. Vorsitzender und ihm macht es Freude die Tradition zu wahren und er möchte möglichst auch jüngere Leute für den Floßverein gewinnen.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9 Uhr bis 11 Uhr und 14 Uhr bis 16 Uhr. Sonntag, Feiertage und Samstage 14 Uhr bis 16 Uhr.