Ein Haus für alle solle es werden, sagte Dekanin Dorothea Richter in ihrer Ansprache beim Richtfest für das neue Gemeindehaus. "Ein Haus für Kinder und Erwachsene, für Männer und Frauen, für die über 50 und die unter 50." Im Oktober war nach langjähriger Planung der Grundstein auf dem Gelände hinter der Christuskirche gelegt worden, nun wurde der Dachstuhl wie vorgesehen fertig und mit dem Richtbaum geschmückt. Noch im Lauf dieses Jahres soll das neue Gemeindehaus fertiggestellt und im Frühjahr 2016 bezogen werden.


Entweder Putz oder Sandstein für die Fassade

"Als nächstes stehen die Detailplanung für die Außenanlagen und die Entscheidung über die Fassadengestaltung an", so Pfarrer Martin Gundermann. Entweder wird das Gebäude verputzt oder aber mit Sandstein verkleidet. "Das ist auch eine Kostenfrage", so Gundermann.

Die Kostenfrage war schon bisher ein steter Begleiter bei den Planungen gewesen: Insgesamt rund 1,3 Millionen Euro kostet der Neubau. Zwei Drittel übernimmt die Landeskirche, den Rest muss die Gemeinde selbst aufbringen. Aus dem Verkauf des alten Gemeindesaals am Kreuzberg fließen etwa 250 000 Euro in den Neubau, auch das Gemeindehaus in der Kronach-Allee soll noch verkauft werden.


Noch rund 76.000 Euro an Spenden müssen gesammelt werden

Bleiben 160.000 Euro, die die Gemeinde mit Spenden finanzieren will. Der aktuelle Spendenstand beträgt knapp 84.000 Euro, rund 76.000 Euro fehlen noch. "Wir werden nochmal Mails an alle Gemeindemitglieder verschicken, und um Spenden bitten, dann planen wir Aktionen zum Gemeindefest im Juli und zum verkaufsoffenen Sonntag, wollen eine Tombola machen und auch wieder einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt", erklärt Gundermann.

Bereits in der Vergangenheit hatte sich das eigens ins Leben gerufene Fundraising-Team so einiges einfallen lassen, sogar eine Spenden-Gala organisiert. Auch zum Richtfest gab es eine süße Idee: Die Konfirmanden hatten kleine Häuschen aus Keksen, Schokolade und anderen Süßigkeiten gebastelt, die die Gäste gegen eine Spende mit nach Hause nehmen durften.


Besucher waren zahlreich gekommen

Gemeindemitglieder und Gäste waren zahlreich gekommen, um den Baufortschritt des Gemeindezentrums zu feiern. Für den Richtspruch stiegen Pfarrer Gundermann und Ulrich Ossmann vom Kirchenvorstand zu den Handwerkern aufs Dach, während Dekanin Richter "ganz besonders herzliche Grüße aufs Dach" schickte, um den Handwerkern für ihre Arbeit zu danken. Gemeinsam mit Pfarrer Gundermann sprach sie ein Segensgebet. Für den musikalischen Rahmen sorgten die Kinder vom Kindergarten Sonnenschein, die Konfirmanden-Band "Wunderkind" und der Posaunenchor.